Ifo: Stimmung im Wohnungsbau auf historischem Tief – weniger Projektstornierungen

Bauhelm und Baupläne vor Kränen
Bildagentur PantherMedia / ArturVerkhovetskiy
Die Baubranche leidet unter anderem unter gestiegenen Zinsen und Baukosten (Symbolbild).

Das Ifo-Geschäftsklima im Wohnungsbau ist auf den niedrigsten jemals gemessenen Wert gefallen. Der Index sank im Januar von minus 56,9 auf minus 59,0 Punkte. Die Erwartungen sind noch schlechter. Doch einen schwachen Hoffnungsschimmer gibt es.

Die Erwartungen seien mit minus 68,9 Punkten weiter in den Keller gerutscht: „Der Ausblick auf die kommenden Monate ist düster“, sagte Ifo-Umfrageleiter Klaus Wohlrabe am Dienstag in München. Neuaufträge blieben aus, zugleich würden weitere Projekte storniert, mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen klage über Auftragsmangel.

Bei den Projektstornierungen gab es zumindest einen Rückgang. Von einer Trendwende könne aber noch nicht gesprochen werden, hieß es. Die schwierigen Rahmenbedingungen – gestiegene Zinsen und Baukosten – hätten sich kaum geändert.

Das Ifo-Institut erwartet, dass dieses Jahr lediglich rund 225.000 Wohnungen fertiggestellt werden – nach geschätzt 270.000 im vergangenen Jahr. Von ihrem Ziel von jährlich 400.000 neuen Wohnungen ist die Bundesregierung weit entfernt. Der Wohnungsmangel insbesondere in den Städten trotz hoher Nachfrage hat die Mieten zuletzt stark steigen lassen. (dpa-AFX)

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