Die Krise im Nahen Osten dominiert weiterhin die Schlagzeilen, weltweit hat sich die Stimmung an den Märkten eingetrübt. Junichi Takayama, Japan Equity Investment Director bei Amova AM, zeigt Entwicklungen auf, die derzeit kaum Beachtung finden:
Schlagkraft für Reformen
Die Zweidrittelmehrheit im Unterhaus gibt der Regierung ein starkes Mandat, um Strukturreformen voranzutreiben und ihre politische Agenda. Dieser politische Hintergrund wird derzeit von geopolitischen Ereignissen überschattet, ist aber ein bedeutender Faktor für Japans mittelfristige Aussichten.
17 strategische Wachstumsbereiche
Japans staatlich gelenkte Wachstumsstrategie ist um 17 strategische Schwerpunktbereiche herum organisiert. Die Regierung hat inzwischen 61 Produkte und Technologien in diesen Bereichen für vorrangige öffentlich-private Investitionen ausgewiesen. Damit beschleunigen sich die öffentlich-privaten Investitionsbemühungen.
3 Motive für staatlichen Fokus
Eine Untergruppe von 27 Technologien und Produkten hat höchste Priorität, hier sollen Umsetzung und Investitionen beginnen. Ausgewählt wurden sie nach drei Kriterien:
- Wirtschaftliche Sicherheit (die „Notwendigkeit, inländische Risiken zu verringern“)
- Wachstum im Ausland (das „Potenzial zur Erschließung ausländischer Märkte“)
- Produktinnovation (die „Innovationskraft der entsprechenden Technologien“)
Mögliche Investmentchancen
Für Aktienanleger stechen mehrere Themen hervor:
– KI-Robotik („physische KI“) und Halbleiter. Japan will sich bis 2040 über 30 % des globalen Marktes für KI-Robotik zu sichern und gleichzeitig den heimischen Halbleiterumsatz auf 40 Billionen japanische Yen (ca. 265 Mrd. US-Dollar) steigern. Das verbessert die Prognosen für Automatisierung, Komponenten, Chips und Ausrüstung.
– Datenplattformen, Cybersicherheit und die digitale Transformation (DX) der öffentlichen Verwaltung sorgen für eine stetige gestützte Nachfrage. Dual-Use-Drohnen und unbemannte Systeme profitieren vom Potenzial für Massenproduktion und Export.
– Bereiche der grünen Transformation (GX) – Perowskit-Solarzellen, Wasserstoff, grüner Stahl und Permanentmagnete – unterstützen die Dekarbonisierung und die Sicherheit der Lieferketten.









