Verbraucherzentrale fordert neue Form der privaten Altersvorsorge

Angesichts der Schwächen der Riester-Rente fordern die Verbraucherzentralen ein neues Angebot der privaten Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer in Deutschland.

VZBV-Chef Klaus Müller spricht sich für ein ein Standardprodukt aus, das in staatlicher Verantwortung bleiben soll.
VZBV-Chef Klaus Müller spricht sich für ein einfaches Standardprodukt aus.

Die Produkte der Riester-Rente seien häufig zu teuer, weil sie von Banken und Sparkassen angeboten würden und dabei unter anderem Kosten für Werbung anfielen, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Nötig sei ein einfaches Standardprodukt statt des konfusen Wettbewerbs mit Riester-Produkten zu teuren Bedingungen. Als Angestellter solle man automatisch dabei sein, wenn man sich nicht aktiv dagegen entscheide. „Niemand ist gezwungen“, sagte Müller. Aber niemand würde auch aus Bequemlichkeit oder Nicht-Wissen durchs Netz fallen.

Staat soll den Rahmen setzen

So ein Standardprodukt solle in staatlicher Verantwortung bleiben, der Staat solle dazu aber Ausschreibungen machen können. „Wichtig ist: Er setzt den Rahmen für ein einfaches, klares, kostengünstiges Standardprodukt“, erläuterte Müller. „Das wäre die Alternative zur teuren Riester-Rente.“ Neben der gesetzlichen Rente und der betrieblichen Altersvorsorge solle dies die dritte Säule der Altersvorsorge sein. (dpa-AFX)

Foto: VZBV – Jan Zappner

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