Der Weltspartag geht auf den Internationalen Sparkassenkongress von 1924 in Mailand zurück. Die Frage, wie junge Menschen heute mit Geld umgehen, ist weiterhin aktuell. Eine Umfrage von Gold.de zeigt: Das Interesse am Sparen ist vorhanden, das Finanzwissen aber oft lückenhaft.
Für die Umfrage befragte Gold.de im Juli 2026 gemeinsam mit dem Institut OmniQuest 1.000 Personen zwischen 16 und 35 Jahren zu drei Grundlagen. 52,2 Prozent konnten die aktuelle Inflationsrate in Deutschland richtig benennen. 67,1 Prozent wussten, was Diversifikation bedeutet. Rund jeder Fünfte hielt den Begriff dagegen für das Verteilen von Geld auf mehrere Bankkonten.
Den Unterschied zwischen Brutto- und Nettogehalt kannten 74,9 Prozent. 32 Prozent beantworteten insgesamt nur eine der drei Fragen richtig.
Woher junge Menschen ihr Finanzwissen beziehen
34,7 Prozent eignen sich ihr Finanzwissen laut Umfrage vor allem selbst an. Für 30,5 Prozent sind die Eltern die wichtigste Wissensquelle. Soziale Medien folgen mit 19 Prozent auf Platz drei; die Schule nennen 9,8 Prozent. Damit geben fast doppelt so viele junge Menschen soziale Medien als wichtigste Quelle an wie den Schulunterricht. Weitere sechs Prozent sagen, dass ihnen bislang niemand etwas über Geld beigebracht hat.
Auch die Selbsteinschätzung deutet auf Unsicherheit hin: Rund 29 Prozent bewerten ihr Finanzwissen als gering oder sehr gering, weitere 43,7 Prozent als mittel.
Gold kennen 72 Prozent der Befragten als Anlageform, tatsächlich darin investiert sind 20,6 Prozent. Am häufigsten nutzen die Befragten Aktien und ETFs (38,4 Prozent), gefolgt von Tagesgeld (36,6 Prozent) und Kryptowährungen (22,6 Prozent). Mehr als jeder Vierte nutzt keine der abgefragten Anlageformen.
Regelmäßig sparen und Anlagen verstehen
Wer monatlich 50 Euro zurücklegt, kommt in zehn Jahren auf 6.000 Euro - mögliche Erträge oder Verluste nicht eingerechnet. Regelmäßiges Sparen allein reicht für den Vermögensaufbau jedoch nicht: Anleger sollten auch verstehen, wie das Geld angelegt wird und welche Chancen und Risiken die jeweilige Anlageform mit sich bringt. Sparpläne können den Einstieg erleichtern, ersetzen aber keine fundierte Anlageentscheidung.
Gold.de empfiehlt, zunächst das eigene Budget zu ordnen, etwa nach der 50-30-20-Regel: 50 Prozent für Fixkosten, 30 Prozent für Wünsche und 20 Prozent fürs Sparen. Risiken sollten über mehrere Anlageklassen gestreut und nur in einem Umfang eingegangen werden, den Anleger tragen können. Eine finanzielle Reserve sollte für Anlagen tabu bleiben. Auch Sparguthaben sollten nicht zweckentfremdet und staatliche Förderungen wie vermögenswirksame Leistungen oder die Frühstart-Rente genutzt werden. Gold empfiehlt das Unternehmen als Beimischung von etwa zehn Prozent im Portfolio.
„Wir feiern seit über 100 Jahren den Weltspartag. Und trotzdem können viele junge Menschen grundlegende Fragen über Geld nicht beantworten. Das sollte uns zu denken geben. Wir zeigen Kindern, wie sie ihr Sparschwein füllen. Aber viel zu selten, wie sie verhindern, dass die Inflation ihre Ersparnisse auffrisst. Sparen ohne Finanzwissen ist eben nur die halbe Miete. Finanzbildung gehört deshalb endlich selbstverständlich in die Schulen und in die Familien.“, so Korbinian G. Penzkofer, Geschäftsführer von Gold.de.













