W&W steigert Gewinn deutlich und baut Marktposition aus

Vorstandschef Jürgen Junker
Foto: W&W
Jürgen A. Junker, CEO der Wüstenrot & Württembergische

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe hat 2025 ihr Ergebnis deutlich gesteigert und Marktanteile gewonnen. Wachstumstreiber waren vor allem das Neugeschäft sowie Zuwächse in mehreren Sparten. Gleichzeitig treibt der Konzern den Einsatz von Künstlicher Intelligenz voran.

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 ein deutlich verbessertes Ergebnis erzielt. Das IFRS-Konzernergebnis stieg auf 121 Millionen Euro und lag damit mehr als dreimal so hoch wie im Vorjahr mit 35 Millionen Euro. Auch nach HGB legte die W&W AG erneut zu und erreichte 146 Millionen Euro nach 135 Millionen Euro im Jahr 2024.

Das Wachstum im Neugeschäft trug maßgeblich zur Entwicklung bei und führte zu steigenden Marktanteilen. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung eine unveränderte Dividende von 65 Eurocent je Aktie vorschlagen. CEO Jürgen A. Junker betont die operative Entwicklung des Konzerns: „2025 haben wir ein eindeutig starkes Ergebnis erzielt. Wir sind damit nach dem durch Unwetterereignisse belasteten Jahr 2024 zurück auf unserem nachhaltigen Kurs. Wir beweisen jeden Tag, wie substanzstark und operativ erfolgreich unsere Gruppe ist.“

Wachstum in allen Geschäftsfeldern

In der Schaden- und Unfallversicherung setzte die Württembergische Versicherung ihren Wachstumskurs fort. Die Combined Ratio verbesserte sich deutlich auf 86,2 Prozent nach 102,7 Prozent im Vorjahr. Gleichzeitig stieg das Neu- und Ersatzgeschäft auf 472 Millionen Euro. Der Jahresbestandsbeitrag legte um 8,3 Prozent zu, getragen von Zuwächsen im Kraftfahrtgeschäft mit 9,8 Prozent, im Privatkundensegment mit 9,1 Prozent sowie im Firmenkundengeschäft mit 3,8 Prozent.

Auch die Lebensversicherung entwickelte sich positiv. Die Beitragssumme des Neugeschäfts erhöhte sich um 13,7 Prozent auf 3,69 Milliarden Euro. In der betrieblichen Altersvorsorge stieg sie auf rund 1,2 Milliarden Euro. Insgesamt wuchs das Neugeschäft in der Lebensversicherung um 15,6 Prozent auf 535 Millionen Euro.

Die Württembergische Krankenversicherung steigerte den Jahresneubeitrag um 8,6 Prozent auf 12,6 Millionen Euro, insbesondere durch eine steigende Nachfrage in der betrieblichen Krankenversicherung. Im Geschäftsfeld Wohnen wuchs das Neugeschäftsvolumen um 5,2 Prozent auf 16,49 Milliarden Euro. Das Kreditneugeschäft erreichte 5,4 Milliarden Euro.

Bausparen, Kapitalstärke und KI im Fokus

Die Wüstenrot Bausparkasse konnte ihr Brutto-Neugeschäft leicht auf 11,07 Milliarden Euro erhöhen und baute ihren Marktanteil auf knapp 18 Prozent aus. Der Bestand an Baudarlehen stieg auf 30,1 Milliarden Euro und lag damit rund 6 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Bilanzsumme der Gruppe belief sich zum Jahresende 2025 auf 72,5 Milliarden Euro. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 4,96 Milliarden Euro. Die Ratingagentur Standard & Poor’s bestätigte das „A-“-Rating der Kerngesellschaften mit stabilem Ausblick.


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Parallel treibt die W&W-Gruppe den Einsatz von Künstlicher Intelligenz voran. Anwendungen reichen von Sprachdialogsystemen im Kundenservice über Bilanzanalysen im Kreditgeschäft bis hin zu Assistenzsystemen in verschiedenen Versicherungssparten. „Wir begrüßen KI und verstehen diese als Chance, nicht als Bedrohung“, so Junker. Der Konzern investiert zudem in die Qualifizierung der Belegschaft, um den Einsatz der Technologie weiter auszubauen.

Für das Geschäftsjahr 2026 plant die W&W-Gruppe ein IFRS-Konzernergebnis zwischen 120 und 150 Millionen Euro. Gleichzeitig sollen Effizienzmaßnahmen insbesondere im Geschäftsfeld Wohnen und in der IT dazu beitragen, auf Herausforderungen an den Immobilien- und Zinsmärkten sowie steigenden Kostendruck zu reagieren.

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