13. Oktober 2005, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

AfW betrachtet Große Koalition skeptisch

Der Arbeitgeberverband der finanzdienstleistenden Wirtschaft AfW e.V., Berlin, größter deutscher Verband der freien Finanzdienstleister, betrachtet die sich abzeichnende große Koalition mit Skepsis. ?Diese Konstellation kann keine eindeutige Richtung der Politik im Interesse der freien Finanzdienstleister erkennen lassen?, so AfW-Präsident Alexander Pohle.

Die Koalitionspartner vertreten laut der vom AfW erhobenen Wahlprüfsteine gegensätzliche Positionen: Während CDU und CSU die Umsatzsteuer auf Finanzdienstleistungs-Vermittlung ablehnen, hält die SPD diese für notwendig. Die Umsetzung der Versicherungsvermittlerrichtlinie wird von der CDU/CSU als dringlich angesehen; die SPD teilte mit, dass dies Zeit bis zum nächsten Jahr habe. Ebenso gegensätzlich sind die Auffassungen innerhalb der Opposition.

Das Wirtschafts- und Technologieministerium – zuständig für den Versicherungsbereich – werde voraussichtlich durch die Union besetzt; das Finanzministerium (für Umsatzsteuerproblematik und Wertpapierdienstleistungsrichtlinie federführend) durch die SPD. Der AfW sieht sich dabei künftig vor drei Herausforderungen:

1. Der Regierungskoalition ein klares Bekenntnis zur freien Finanzdienstleistung und ein adäquates Handeln abzuringen.
2. Verlässliche und gesetzlich fixierte Handlungsgrundlagen für die Finanzdienstleistung zu erhalten, indem die EU-Richtlinien umgesetzt werden und die Umsatzsteuer auf Finanzdienstleistung ? wie in ganz Europa ? nicht angewandt wird.
3. Die freien Finanzdienstleister zu organisieren und zu formieren, um unabhängig von der politischen Entwicklung die Bedeutsamkeit der freien Finanzdienstleistung in ihrer volkswirtschaftlichen Dimension deutlich darzustellen.

Der AfW hat angekündigt, in dieser schwierigen Lage konstruktiv und kritisch die Politik zu begleiten. Die Ausschüsse des AfW sollen der Politik kreative, praktikable Vorschläge unterbreiten, zum Beispiel für die Bereiche betriebliche Altersversorgung, Kapitalanlage, Mittelstandsfinanzierung, Privatisierung, Krankenversicherung und europäische Harmonisierung.

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Pensionskassen: Mit Volldampf in den Untergang?

Der Niedrigzins beschäftigt Pensionskassen seit 10 Jahren. Diese Entwicklung nimmt durch die Corona-Krise weiter an Fahrt auf. Arbeitgeber sollten jetzt Risiken evaluieren und Handlungsoptionen prüfen, meint das Beratungshaus auxilion.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Die unbequeme Wahrheit über Erfolg in der Selbstständigkeit

Wenn Sie als selbstständiger Finanzdienstleister sich wirklich von der Konkurrenz abheben und zu den besten gehören möchten, dann geht das nur außerhalb der Komfortzone. Gastbeitrag von Trainer und Berater Dieter Kiwus

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Hälfte der Steuerzahler will Soli-Ersparnis zurücklegen

Mehr als die Hälfte der Steuerzahler, die im kommenden Jahr durch den Wegfall des Solidaritätszuschlags mit einer Entlastung rechnen, will das zusätzliche Nettoeinkommen zurücklegen. Das ergab die jüngste Umfrage im Deutschland-Trend des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), die von INSA Consulere im Auftrag des DIA durchgeführt worden ist.

mehr ...