Anzeige
Anzeige
8. August 2006, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Thannhuber bezieht Stellung

Aus dem Urlaub zurückgekehrt, äußert sich der Eigentümer des Bankhauses Reithinger, Singen, Klaus D. Thannhuber nun zur Schließung des Kreditinstitutes durch die Bonner Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Spekulationen um die Schieflage des Initiators Deutsche Beamtenvorsorge Immobilien Holding AG (DBVI) in München.
In der durch eine Münchner Rechtsanwaltskanzlei versandten Pressemitteilung bezeichnet Thannhuber das Vorgehen der Behörde als nicht nachvollziehbar.

Die BaFin hatte dem Bankhaus am 3. August 2006 die Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften entzogen und ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot (Moratorium) erlassen.
Nach der Darstellung Thannhubers hätte die BaFin aufgrund eines von den Jahresabschlussprüfern für das Geschäftsjahr 2005 erwarteten Verlusts von 4,5 Millionen Euro um geeignete Vorschläge zur Beseitigung dieses Verlusts gebeten. ?Solche Vorschläge wurden ausgearbeitet und entsprechende Vorkehrungen getroffen. Ich war beispielsweise bereit (und auch in der Lage) einen Verlust mit eigenen Mitteln innerhalb angemessener Frist durch eine Kapitalerhöhung auszugleichen?, so Thannhuber.

In einem persönlichen Gespräch 01.08.2006 habe die Bafin einem Treuhänder Thannhubers einen Termin für Donnerstag, den 3. August 2006, 18.00 Uhr gesetzt, sich zur Entziehung der Bankerlaubnis zu äußern. ?Einen Tag vor diesem Termin ? völlig überraschend und wie gesagt zunächst nur mündlich ? die Entziehung der Bankerlaubnis verfügt. Das ist aus heutiger Sicht schlicht falsch. Damit hat die Bafin selbst mir den Weg versperrt, etwaige Verluste auszugleichen. Hätte man mir diese Möglichkeit belassen, so stünden die Kunden der Bank heute nicht vor verschlossenen Türen?, sagt der Bank-Chef. In der Vergangenheit habe er sich bereits gegen die ? teilweise schikanösen? Maßnahmen der Behörde erfolgreich gerichtlich gewehrt.

?Die Vermögenswerte der Bankkunden, die seit 5 Monaten verantwortlich von einem Treuhänder betreut wurden, der im Einvernehmen mit der Bafin und zusätzlich unter der Aufsicht der Bundesbank fungierte, waren bis zur Entscheidung der Bafin sicher und gesichert. Und die Tätigkeit des Treuhänders, der einen umfangreichen Restrukturierungsplan für die Bank erarbeitet hat, wurde in diesen 5 Monaten von der Bafin auch nicht beanstandet, sondern konstruktiv begleitet. Erst die Entscheidung der Bafin hat die jetzige Situation bewirkt?, erläutert Thannhuber weiter. Gleichzeitig kündigte er rechtliche Schritte der Bank an – auch mit dem Ziel, gerichtlich klären zu lassen, wer für den entstandenen Schaden aufzukommen hat, heißt es in der Erklärung weiter.

Die Anleger der DBVI AG, die Anteile beim Deutschlandfonds gezeichnet haben, der wiederum in Inhaberschuldverschreibungen der Bank investiert haben, müssten sich keine Sorgen machen. ?Wenn es aufgrund der Maßnahmen der Bafin zu einem Insolvenzantrag kommen sollte, würde das zu keiner Entwertung der Inhaberschuldverschreibungen führen, weil diese durch ausgesonderte Kreditforderungen der Bank abgesichert sind?, so Thannhuber.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...