Makler sehen Richtlinie positiv entgegen

Eine knappe Mehrheit (53 Prozent) der deutschen Versicherungsmakler betrachtet die Einführung der EU-Vermittlerrichtlinie am 22. Mai 2007 als Chance für ihre Tätigkeit. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Makler-Absatzbarometers des Marktforschungsinstituts psychonomics, Köln. Für das Barometer haben rund 200 Vermittler online Fragen zur Richtlinie beantwortet. So erwarten rund drei Viertel von ihnen von der Neuregelung eine Verbesserung des Images des Maklerberufs und wollen die gesetzlichen Bestimmungen bei ihren Marketingaktivitäten nutzen. Lediglich 14 Prozent befürchten durch die gesetzliche Änderung Risiken für ihr Geschäft. Ein Drittel ist diesbezüglich neutral eingestellt.

Trotzdem fühlt sich bislang nur etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Makler gut auf die Änderungen durch die Richtlinie vorbereitet. Jeder Vierte (24 Prozent) sieht noch größere Lücken in seinen Vorbereitungen, insbesondere zu den Themen Schlichtungsverfahren, Dokumentationspflicht und Kundengeldversicherung.

Um die Wissenslücken zu schließen, informieren sich Makler bei Berufs- und Interessenverbänden, Maklerpools, Maklerbetreuern und Versicherungsgesellschaften. Die Überprüfung, inwieweit die eigenen Beratungsprotokolle den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, erfolgt bei 26 Prozent der Befragten über Maklerpools, 17 Prozent nutzen entsprechende Beratungssoftware und 11 Prozent fragen ihren Rechtsanwalt. Maklerbetreuer von Versicherern wurden nur selten genannt (vier Prozent). 15 Prozent der Makler planen, ohne eine externe Überprüfung an den Start zu gehen.

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