19. Dezember 2007, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mobile Bankberatung gefragt

Zu den Vertriebskonzepten mit wachsender Bedeutung zählen mobile Bankberater. Mehr als jeder vierte Bundesbürger (28 Prozent) begrüßt die Idee, sich in Zukunft in heimischer Atmosphäre oder an einem anderen Ort außerhalb der Filiale von einem mobilen Berater betreuen zu lassen – bevorzugt in komplexeren Finanzangelegenheiten wie einer umfassenden Anlage- oder Finanzberatung, bei größerem Kreditbedarf oder bei der Baufinanzierung. Dies zeigt die Studie ?Optimierte Kundenansprache und mobile Berater” des Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics AG. Über 1.500 private Bankkunden zwischen 18 und 69 Jahren wurden zu ihren Präferenzen für unterschiedliche Banking-Formen und ihren Erwartungen an die Kundenansprache befragt.

Aktuell haben 38 Prozent der Kunden, die von einem mobilen Beratungsangebot ihrer Bank wissen (24 Prozent), dieses auch bereits genutzt. In drei von vier Fällen kam es dabei auch zu einem Produktabschluss. Ausschließlich oder bevorzugt das klassische Filialbanking nutzt nur noch gut jeder dritte Bankkunde (38 Prozent). Die Mehrheit (41 Prozent) präferiert hingegen das integrierte Zusammenspiel aus Filiale und Internet (Multi-Channel-Banking). Am liebsten reines Direktbanking betreiben lediglich elf Prozent der Kunden. Die restlichen zehn Prozent zeigen keine Vorlieben

Überdurchschnittlich aufgeschlossen für die mobile Bankberatung sind laut Kundentypologie der der ?Fordernde”-Bankkunden-Typ (29 Prozent Bevölkerungsanteil, Haushalte mit einem Nettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro sowie jüngere Bankkunden. Neun Prozent aller Bankkunden sind zudem bereit, für die Leistungen mobiler Bankberater höhere Gebühren in Kauf zu nehmen, ?Besserverdienende” sogar zu 17 Prozent.

Auch ein mobiler Service zur Versorgung mit Bargeld im Alter bzw. in krankheits- oder unfallbedingten Fällen stößt auf ein positives Kundenecho. Ein Drittel der Bundesbürger (37 Prozent) steht dem Konzept mobiler Bankberater allerdings (noch) ablehnend gegenüber. Jeder Zweite (48 Prozent) vertritt zudem die Auffassung, dass eine Verlängerung der Öffnungszeiten der Banken mobile Berater verzichtbar machen könnte. Andere innovative Vertriebskonzepte, wie etwa Abschlussmöglichkeiten für Bankprodukte in branchenfremden Geschäften oder die Erweiterung von Bankfilialen um zusätzliche Einkaufsmöglichkeiten, stoßen bei den Kunden derzeit nur auf geringes Interesse.

Die Studie ?Optimierte Kundenansprache und mobile Berater” (Teilstudie des ?Kundenmonitor Banken 2007″) ist über die psychonomics AG beziehbar.

Ihre Meinung



 

Versicherungen

80 Prozent: Leistungsquote in der BU gestiegen

Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) hat die neue Leistungsquotenstatistik in der Berufsunfähigkeitsversicherung veröffentlicht. Gegenüber dem Vorjahr verkürzte sich die Bearbeitungszeit von 110 auf 106 Tage. Insgesamt wurden 80 Prozent aller Anträge bewilligt, nach 79 Prozent ein Jahr zuvor.

mehr ...

Immobilien

Verlängertes Baukindergeld ist eines der bekanntesten Fördermittel

Zwei Jahre nach Einführung zeigt eine aktuelle Studie: Das Baukindergeld gehört zu den bekanntesten Fördermitteln in Deutschland. Laut einer repräsentativen Erhebung von Statista im Auftrag der Interhyp AG kennen 59 Prozent der Deutschen das Baukindergeld, für das der Förderzeitraum gerade um drei Monate bis Ende März 2021 aufgrund der Corona-Pandemie verlängert wurde.

mehr ...

Investmentfonds

BVI mit neuem Vorstand

Die Mitglieder des deutschen Fondsverbands BVI haben im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung turnusgemäß den neuen Vorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt.

mehr ...

Berater

Finanzstark ins digitale Zeitalter

Home-Office, Online-Handel, E-Business – nur einige Begriffe, die für den fundamentalen Wandel in der Unternehmenslandschaft stehen. Ein Wandel, der zwar schon vor Corona begann, aber durch die Pandemie eine neue Dynamik erreicht hat. Gastbeitrag von Dirk Oliver Haller, DFT Deutsche Finetrading 

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...