Anzeige
Anzeige
10. Mai 2007, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie untersucht europaweit Immobilienfinanzierungsvertrieb

Die auf Banken und Versicherungen spezialisierte Unternehmensberatung Mercer Oliver Wyman, Hauptsitz in New York, hat mit ?European mortgage distribution? erstmals eine umfangreiche Darstellung des Marktes für den Immobilienfinanzierungsvertrieb in Europa präsentiert.

Während in der Vergangenheit einzelne Finanzvertriebe mit ausgewählten Darlehensgebern zusammen gearbeitet haben, liegt die Zukunft laut Studie in der Plattformwelt, die viele Finanzvertriebe mit vielen Darlehensgebern integriert.

Für Deutschland sieht Mercer ein hohes Wachstumspotential: Während der indirekte Vertrieb (gebundeneVermittler, freie Vermittler, Drittbanken) derzeit einen Marktanteil von nur 30 Prozent hat, sieht die Studiein ihrem Modell einen Potenzial von 45 Prozent für Deutschland. Das Internet ist in den untersuchten Märkten Deutschland, Frankreich; Spanien, Großbritannien und Schweden mit jeweils rund 20 Prozent Anteil an den Vertriebskanälen zwar bedeutend, aber noch lange nicht dominierend. Für die Kunden hingegen ist das Internet mit einem Anteil von jeweils über 50 Prozent bereits der wichtigste Informationskanal.

Die Herausforderung für Finanzvertriebe wird es laut Studie damit sein, das Kundeninteresse zwar im Internet zu generieren, jedoch anschließend über jeden von der Zielgruppe gewünschten Vertriebskanal (persönlich, telefonisch, online) zu bearbeiten. Der Kunden von heute ist nicht nur besser informiert und kritischer, sondern auch wesentlich preissensibler als früher. Laut Studie holen zwei Drittel aller Kunden inzwischen neben ihrer Hausbank weitere Angebote ein. 25 (in Schweden) bis 60 Prozent (in Großbritannien) aller Kunden wechseln bei der ersten Gelegenheit zur Optimierung von Preis-Leitungsverhältnissen auch ihre Hausbank.

Damit sind inzwischen auch Banken in einem vom Kunden bestimmten Markt angekommen. 60-75Prozent aller Kunden nehmen bei der Auswahl ihrer Immobilienfinanzierung zudem einen externenBerater in Anspruch. Dieser muss jedoch nicht zwangsläufig ein Vermittler sein. Bester Preis undexzellente Beratung sind gleichgewichtig die wichtigsten Anforderungen von Kunden. Sie sind Motivsowie Auswahlkriterium.

78 Prozent der Banken erlauben individuelle Konditionenverhandlungen mit den Kunden. DieDarlehensgeber schenken dabei Finanzvertrieben zunehmend Aufmerksamkeit. Bereits etwa die Hälftebieten Finanzvertrieben ein differenziertes Produktangebot bzw. differenzierte Konditionen.Ein wesentlicher Trend besteht darin Immobilienfinanzierung als Kundenbindungsinstrument zu nutzenund über Cross-Selling weitere Wertschöpfung mit dem Kunden zu generieren.

Während in Deutschland als stärkstes Cross-Selling-Produkt das Girokonto vertrieben wird, sind es in den anderen Ländern vornehmlich Versicherungsprodukte, die einen deutlich höheren Zusatzertrag generieren dürften. Besonders Eindrucksvoll ist der massive Trend der Darlehensgeber zur Internationalisierung. 86 Prozent gaben an, über Neugründungen im Ausland, Unternehmensübernahmen oder grenzüberschreitende Darlehensvergaben im Ausland tätig sein zu wollen. Dabei war gleich nach regulatorischen und steuerlichen Aspekten der Zugang zu Vertriebskanälen das zweitgrößte zu überwindende Hindernis.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

“Erfreulich hohes Niveau”: Softfair prüft BU-Tarife

Die Qualität der Berufsunfähigkeitsversicherungen ist weiter gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt das diesjährige BU-Leistungsrating von Softfair. Die Analysten haben nach eigenen Angaben 167 Tarife von 38 Anbietern auf den Prüfstand gestellt, gefiltert nach Berufsstatus.

mehr ...

Immobilien

Immobilien-Crowdinvesting: Vorerst keine Einschränkungen

Die Abgeordneten des Bundestags diskutierten vergangene Woche die Evaluation des Kleinanlegerschutzgesetzes und haben vorerst keine Einschränkungen vorgesehen. Somit können Crowdinvesting-Angebote für Immobilien weiter in der bestehenden Form durchgeführt werden.

mehr ...

Investmentfonds

Folgen der Normalisierungs-Strategie der Fed

Die amerikanische Notenbank Fed ist aktuell dabei, ihre Strategie für eine “Normalisierung” ihrer Bilanz zu überdenken. Entzieht das dem US-Anleihenmarkt und dem Markt für globale risikobehaftete Aktiva das Fundament, fragt sich Gavyn Davies von Fulcrum AM.

mehr ...

Berater

Ertrags-Nießbrauch: Firmenanteile schenken, Gewinne behalten

Das Maklerunternehmen soll nach und nach an die nächste Generation übertragen werden, aber die generierten Gewinne sollen den Beschenkten noch nicht zufliessen? Die Lösung: Schenker können sich an den verschenkten Unternehmensanteilen einen Nießbrauch einräumen lassen.

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A+“ für Ökorenta Erneuerbare Energien IX

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet den Sachwertfonds „Erneuerbare Energien IX“ der Ökorenta aus Aurich mit insgesamt 82 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A+).

mehr ...

Recht

BU-Streitfälle vor Gericht: Wie stehen Ihre Chancen?

Wird ein Versicherungsnehmer berufsunfähig und verweigert sein Versicherer die Zahlung einer BU-Rente, landen diese Streitfälle nicht selten vor Gericht. In seiner aktuellen Ausgabe hat das Verbrauchermagazin Finanztest 143 BU-Urteile ausgewertet – worüber wurde am meisten gestritten?

mehr ...