Wirbel um Formaxx

Die Formaxx AG, Hannover, neu gegründeter Finanzdienstleister, hat kurz nach der Verpflichtung neuer Vertriebskräfte (cash-online berichtete hier) laut einer Pressemitteilung der Züricher EFBS Holding AG Rückschläge auf Seiten der Kooperationspartner zu verkraften. Demzufolge hätten die technischen Dienstleister FinBase und Maxxbase ihre Zusammenarbeit mit der Formaxx AG aufgekündigt, nachdem bereits die EBFS Unternehmensgruppe, als vorheriger Partner zuständig für das Produktmanagement, die Zusammenarbeit mit Formaxx am 15. August 2007 fristlos gekündigt hatte. Am 11. September 2007 haben sich FinBase/Maxxbase an die EBFS Unternehmensgruppe angeschlossen. Durch die Kündigungen, so EFBS, verliere Formaxx weit reichende Ressourcen in den Bereichen Produktmanagement und Softwarekompetenzen.

EBFS-Vorstand Uwe Becher erklärt: ?Nachdem über Monate hinweg Verhandlungen mit den Gründern der Formaxx AG geführt worden waren, mussten wir feststellen, dass die Vorstellungen der Formaxx AG nicht mit unseren Ideen kompatibel sind, unter anderem ließen die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen keine konstruktiven Verhandlungen zu. Ein Zusammenschluss war deshalb von unserer Seite nicht mehr erwünscht.?

Formaxx-Gründer und Vorstand Eugen Bucher erwiderte auf Anfrage gegenüber cash-online: ?Es gab seitens der Formaxx AG zu keinem Zeitpunkt eine Zusammenarbeit oder Kooperation mit der EBFS AG und deren Mitarbeitern, noch wurden Kooperationsverträge geschlossen. Von daher ist die Aussage, die EBFS habe die bisherige Zusammenarbeit aufgekündigt, irreführend und falsch. Richtig ist, dass mit der EBFS AG ? wie mit vielen anderen Marktteilnehmern – erste Gespräche über eine Zusammenarbeit geführt wurden. Diese Gespräche wurden seitens der Formaxx AG bereits am 14. August 2007 abgebrochen. Auch die in der Pressemeldung aufgestellte Behauptung, die FinBase/ Maxxbase habe ihre Zusammenarbeit mit der Formaxx AG aufgekündigt, entbehrt jeder Grundlage. Auch mit FinBase/ Maxxbase gab es seitens der Formaxx AG zu keinem Zeitpunkt eine Kooperationsvereinbarung.? Richtig sei hingegen, dass zu Beginn Gespräche über den Aufbau einer Maklerplattform geführt wurden, diese Gespräche aber von Seiten der Formaxx AG nicht fortgesetzt wurden.

Ferner distanziert sich die Formaxx AG von der in diesem Kontext aufgestellten Behauptung, Randolf Nießner sei ehemaliger Mitbegründer der Formaxx AG. Mit Nießner wurden laut Bucher Gespräche über eine künftige Zusammenarbeit geführt. Im Hinblick auf eine Veröffentlichung in ?Focus Money? zu seiner Person habe Nießner seine Mitarbeit in der Initiative ?Qualität formt Zukunft? (QFZ) niedergelegt. Aus denselben Gründen wurden auch die Gespräche über eine Zusammenarbeit mit der Formaxx AG nicht fortgeführt.

Die Formaxx AG kündigte an, aufgrund der Vielzahl falscher Behauptungen juristische Schritte gegen die EBFS Holding AG einzuleiten. (ol)

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