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6. November 2008, 00:00
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Anlegerindikator: Zurückhaltung trotz verbesserter Stimmung

Den jüngsten Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten zum Trotz, erwartet jeder zweite deutsche Anleger, dass der Dax in den kommenden sechs Monaten zulegen wird. Trotzdem zieren sich 85 Prozent von ihnen, in Aktien zu investieren. Zu diesem ambivalenten Ergebnis kommt der aktuelle Anlegerindikator, eine repräsentative Studie der Marktforscher von TNS Infratest im Auftrag des genossenschaftlichen Spitzeninstituts DZ Bank, Frankfurt.

Aktienmarkt-Erwartungen auf Jahreshoch…

Der Umfrage zufolge sind die Erwartungen an die Aktienmärkte unter Privatanlegern derzeit so positiv wie noch nie zuvor in diesem Jahr. Die Zahl der Optimisten habe sich seit Mitte August verdoppelt, inzwischen rechne lediglich noch ein Viertel der Befragten im nächsten halben Jahr mit fallenden Kursen.

?Dass sich die Stimmung unter den Privatanlegern innerhalb so kurzer Zeit in diesem Maße gedreht hat, kommt angesichts der extremen Kursbewegungen in den vergangenen Wochen und der drohenden Rezession sehr überraschend. Offensichtlich sind viele Investoren der Meinung, dass der Dax inzwischen den Boden erreicht hat?, kommentiert Peter Schirmbeck, Bereichsleiter Retail der DZ Bank.

… doch beim Anlageverhalten gilt “Safety first”

Die positive Markteinschätzung korrespondiere allerdings nicht mit dem Investitionsverhalten, die Anleger handelten mehr denn je nach der Devise ?Safety first?, so die Studie. So erklärten beispielsweise rund drei Viertel aller Befragten, dass eine Fest- oder Tagesgeldanlage für sie in Frage käme, wenn sie in den nächsten Monaten 10.000 Euro investieren würden. 44 Prozent ? und damit ein Drittel mehr als noch im August ? sind dem Kauf von Bundesschatzbriefen zugeneigt.

Dagegen ziehen nur noch 15 Prozent der Befragten ein direktes Aktienengagement in Erwägung ? im August waren es noch 20 Prozent gewesen. Die Zahl derjenigen, die in Aktienfonds investieren würden, verringerte sich von 33 auf 22 Prozent. Stabil zwischen 15 und 16 Prozent blieb dagegen die Bereitschaft der Teilnehmer, in Immobilienfonds zu investieren.

Geldmarktfonds und Zertifikate fielen in der Anlegergunst von 14 Prozent beziehungsweise 15 Prozent im August auf neun Prozent. (hb)

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