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12. November 2008, 00:00
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AWD fährt UK-Geschäft zurück und verdient deutlich weniger

Der Hannoveraner Finanzvertrieb AWD schließt verschiedene defizitäre Bereiche seines Großbritannien-Geschäfts und erwirtschaftet in den ersten neun Monaten 2008 operativ fast 50 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

England: “Konzentration auf das Kerngeschäft”

Der AWD-Konzern konzentriert sich in Großbritannien künftig auf die Sparten Wealth Management und Corporate Pensions Consulting. Der auf Hypothekenvermittlung spezialisierte Unternehmensbereich Home Finance sowie weitere Randaktivitäten sollen geschlossen, veräußert oder mit fortgeführten Bereichen zusammengelegt werden, teilt das Unternehmen mit.

Der AWD-Umsatz im Kernmarkt Großbritannien fiel in den ersten neun Monaten 2008 von 111,2 auf 70,1 Millionen Euro gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Kosten der Restrukturierungsmaßnahmen stellen eine Einmalbelastung in Höhe von rund 27 Millionen Euro dar, insgesamt schlagen die auf der Insel verbuchten Verluste mit einem Minus von etwa 40 Millionen Euro im Konzernergebnis der AWD Gruppe durch, so die Mitteilung.

Ergebnis belastet, Dividende unwahrscheinlich

Der Konzernjahresüberschuss für das laufende Geschäftsjahr werde deshalb aus heutiger Sicht nur leicht positiv ausfallen, AWD-Aktionäre müssten wahrscheinlich auf eine Dividende verzichten.

?Dies ist ein harter aber vom Markt nachhaltig geforderter Schritt. Dadurch konzentrieren wir uns auch in England wieder auf unser Kerngeschäft?, sagt Carsten Maschmeyer, Gründer und Co-CEO der AWD-Gruppe.

Insgesamt ging der Konzernumsatz in den ersten drei Quartalen von 563,3 auf 493 Millionen Euro zurück. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) halbierte sich in der Zwölf-Monat-Betrachtung annähernd von 62,2 auf 31,2 Millionen Euro.

Umsatzeinbruch um zehn Prozent im dritten Quartal

Zwischen Juli und September fiel der AWD-Umsatz um 10,2 Prozent von 175,1 auf 157,2 Millionen, das Ebit brach von 19,2 Millionen Euro im dritten Vorjahresquartal auf 7,1 Millionen Euro ein.

Die Berateranzahl steigerten AWD und Deutsche Proventus AG indes eigenen Angaben zufolge auf über 6.304. Allein im dritten Quartal seien rund 1.000 Berater angeworben worden, davon 600 in Deutschland, teilt der Konzern mit. Dazu befänden sich derzeit 2.700 Berater in der Ausbildung. ?Damit sind wir aus heutiger Sicht zuversichtlich, bis Ende des Jahres 2008 zusammengefasst über 8.000 Berater und aktive Vermittler zu verfügen?, so Maschmeyer. (hb)

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