European Primes ordnet sich neu

Ein halbes Jahr nach dem überraschenden Tod des Firmengründers Werner Schneller konnten Leitung und Besitzverhältnisse des auf Versicherungen spezialisierten Vertriebs European Primes AG, Nördlingen, neu geregelt werden.

Vorstand Stephan Langer (39), der gemeinsam mit Schneller das Unternehmen 1998 gründete, sowie Vorstand Albert A. Gellrich (56) halten künftig jeweils 50 Prozent der Unternehmensanteile und bündeln diese in einer gemeinsamen Holding. ?Wir sind froh, dass jetzt nach einer Phase der Ungewissheit das Unternehmen gut aufgestellt ist?, sagt Langer.

Die Besitzverhältnisse mussten vor allem deshalb geregelt werden, weil Schnellers minderjährige Tochter zur durch das Vormundschaftsgericht vertretenen Miterbin wurde. Diese Situation war für European Primes Langer zufolge schwierig: ?Man kann sich gar nicht vorstellen, welche Probleme sich für ein Unternehmen auftun, wenn plötzlich und unerwartet ein minderjähriges Kind Miteigentümer eines Unternehmens wird.? Die beiden Vorstände werden das Unternehmen künftig gleichberechtigt führen.

Ausbildungsangebot soll ausgebaut werden

Neue Ziele haben sich Langer und Gellrich bereits gesteckt: Das Unternehmen möchte in der Öffentlichkeit stärker auftreten und neue Partner gewinnen. Darüber hinaus soll die bereits vorhandenen Fortbildungsangebote weiter ausgebaut und dafür eine Akademie gegründet werden.

Weitere Veränderungen planen die beiden Vorstände bei der Unternehmensstruktur: Neben einer kompletten Neuordnung der Innenorganisation der AG werden sogenannte Kompetenz-Zentren gegründet, die als selbständige Einheiten den Partnern eine professionelle Unterstützung im Verkauf gewährleisten sollen.

European Primes belegt Platz Zwei der Spezialvertriebe Versicherungen in der Cash.-Hitliste der Finanzvertriebe (Cash. 7-8/2008). (aks)

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