MLP dementiert Übernahmegerüchte

Die Hamburger Berenberg Bank hat ihren Anteil am Bad Wieslocher Finanzdienstleister MLP um 10,16 Prozent erhöht. Dies geht aus einer Pflichtmitteilung von MLP am 17. Juli hervor.

Erst im Mai hatte der Stimmrechtsanteil der Hamburger die meldepflichtigen Schwellen von drei und fünf Prozent auf 5,15 Prozent überschritten. Spekulationen zu einer Übernahme des im MDAX notierten Finanzdiensleisters hat ein Sprecher von Berenberg bereits gegenüber der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX dementiert. „Wir selbst haben kein strategisches Interesse an MLP“, heißt es. Bei dem nun gehaltenen Anteil von zehn Prozent handele es sich um einen reinen Handelsbestand, den die Bank im Auftrag eines Kunden erworben habe. Der Name des Kunden wurde nicht genannt.

In einem Interview mit Dow Jones News Wires erteilte auch MLP-Vorstandsvorsitzender Uwe Schroeder-Wildberg den Gerüchten eine klare Absage. So sei eine feindliche Übernahme schon allein deswegen nicht möglich, weil die Familie des MLP-Gründers Manfred Lautenschläger als Mehrheitsaktionär ihren Anteil dauerhaft halten wolle. ?Es würde komplett mit unserem Leistungsversprechen der unabhängigen Beratung kollidieren, wenn ein Produzent die Mehrheit an MLP halten würde?, erklärte Schroeder-Wildberg gegenüber der Nachrichtenagentur.

In der aktuellen Cash.-Hitliste der Allfinanzvertriebe belegt MLP mit Provisionserlösen in Höhe von 502,2 Millionen Euro Rang Drei. (aks)

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