7. April 2008, 00:00
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Online informieren – offline abschließen

Die Zahl der Deutschen, die Websites von Versicherern besuchen, hat sich mit 11 Millionen seit dem Jahr 2000 verdoppelt.
Seitdem haben jedoch nur fünf Prozent aller Versicherungskunden einen Vertrag online abgeschlossen, so das Ergebnis einer Studie des Kölner Marktforschungsinstituts Psychonomics, das insgesamt 8.500 private Versicherungsnehmer befragte.

Damit hat sich die Zahl der über das Internet abgeschlossenen Policen mit 1.774.000 Millionen im Vergleich zu 2002 (786.000) zwar um mehr als 50 Prozent erhöht, die meisten Neuabschlüsse der vergangenen zwei Jahre erfolgten aber weiter über die personengebundenen Vertriebswege (Agenten: 46 Prozent, Agenturen und Geschäftsstellen: 24 Prozent, Makler: neun Prozent und Banken: sieben Prozent).

Der Online-Abschluss beschränkt sich im Wesentlichen auf die weniger beratungsintensiven Produkte wie Kfz-Versicherung, Hausrat, Schutzbriefe und private Unfallversicherung. Nichtsdestotrotz ist die Akzeptanz Versicherungen online abzuschließen, in der Bevölkerung in den letzten zehn Jahren von fünf auf aktuell 17 Prozent gestiegen. So kann sich von den unter 30-Jährigen Internetnutzern bereits jeder Dritte einen Online-Policenkauf vorstellen.

?Eine mögliche große Zukunft des Internets für die Assekuranz entscheidet sich allerdings erst längerfristig ? dann wenn die noch junge Generation Internet in der Breite in das besonders abschlussintensive Lebensalter zwischen 30 und 50 Jahre eintritt?, kommentiert Psychonomics-Studienleiter Christoph Müller die Ergebnisse.

Der Anteil der Versicherungskunden, die nicht mehr ausschließlich dem personenengebundenen Vertrieb zuneigen, hat sich im letzten Jahrzehnt mehr als verdoppelt (1997: 6,2 Prozent; 2007: 15,7 Prozent). (aks)

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