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11. Februar 2009, 00:00
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Makler setzen 2009 auf Rürup-Rente

Die Rürup-Rente und staatlich geförderte Altersvorsorgeprodukte werden aus Sicht der Versicherungs- und Finanzmakler in Deutschland 2009 weiterhin die Zugpferde im privaten Altersvorsorgemarkt sein. Als Verlierer sehen die Makler hingegen Fondsprodukte und die Kapital-Lebensversicherung.

Dies zeigt die aktuelle Ausgabe des Makler-Absatzbarometers des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGovPsychonomics AG. Die Kölner Marktforscher befragten bundesweit 200 hauptberufliche Versicherungs- und Finanzmakler aus großen und kleineren Maklerbüros zu ihrer Markteinschätzung.

Demnach erwarten insgesamt 41 Prozent für die Rürup-Rente eine steigende Nachfrage; lediglich 18 Prozent prognostizieren einen Nachfragerückgang. Als besonderer Vorteil der Basis-Rente wird neben der staatlichen Förderung vor allem die flexibel gestaltbare Höhe der Einzahlungen angesehen.

Schlechte Karten für fondgebundene LV

An die ebenfalls staatlich geförderte Riester-Rente knüpfen die Makler zwar nicht ganz so hohe Absatzerwartungen, sehen für deren nicht fondsgebundene Form aber ebenfalls deutlich größere Aufschwung- als Abschwungpotenziale. Die Fondsgebundene Lebensversicherung wird deutlich schlechter eingeschätzt: 55 Prozent gehen von einer rückläufigen Nachfrage aus, lediglich zehn Prozent erkennen moderate Wachstumschancen.

Zurückhaltung bei Variable Annuities

Eine fundierte Einschätzung zu den derzeit stark auf den europäischen und deutschen Markt drängenden Variable-Annuities-Produkten (Variable Rentenversicherungen) fällt vielen Maklern derzeit noch schwer; bislang haben erst 14 Prozent diese moderne Form fondsgebundener Rentenversicherungen selbst vermittelt. Zwar werden die Vorteile der Garantieleistung bei gleichzeitig hoher Flexibilität und großen Renditechancen gesehen – gleichzeitig hat aber die Finanzkrise das Vertrauen in die Bonität der Anbieter verunsichert.

Optimismus vor allem im Firmenkundengeschäft

Für das aktuelle Geschäftsjahr 2009 erwartet – trotz Finanz- und Wirtschaftskrise – immerhin die Hälfte der befragten Privatkunden-Makler im Vergleich zum Vorjahr eine positive, moderat anziehende Geschäftsentwicklung. 18 Prozent gehen allerdings von rückläufigen Umsätzen im Privatkundengeschäft aus; jeder Dritte erwartet stabile Absatzzahlen für dieses Jahr.

Im Firmenkundengeschäft gehen sogar 62 Prozent von Geschäftszuwächsen aus; lediglich 13 Prozent erwarten eine negative Geschäftsentwicklung. Vergleichsweise skeptischer sind der Studie zufolge die ?gesetzten? und die rein ?verkaufsorientierten? Maklertypen, während ?Allroundversorger?, ?Analytiker? und ?Spezialisten? viel Optimismus zeigen. (aks)

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