15. Juli 2010, 19:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Anlegerschutz: VZBZ nimmt Aigner in die Pflicht

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBZ) hat das geplante Anlegerschutzgesetz der Bundesregierung auf einer Pressekonferenz in Berlin als unzureichend kritisiert. Es stelle keine  Einheitlichkeit in der Finanzberatung her und wirke dadurch Verbraucherinteressen entgegen, sagte der Vorsitzende des Verbandes, Gerd Billen.

Billen-vzbz-127x150 in Anlegerschutz: VZBZ nimmt Aigner in die Pflicht

Gerd Billen

Unter anderem monieren die Verbraucherschützer, dass die Vorgaben für die Produktinformationsblätter, die für die Branche standardisiert werden sollen, zu lasch seien. Zudem fehlten in dem Gesetzentwurf, der dem VZBZ zufolge kommende Woche im Bundeskabinett verabschiedet werden soll, genaue Standards über die geplante Protokollierung von Verkaufsgesprächen.

VZBZ-Chef Billen hat in einem Brief an Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) appelliert, den Gesetzentwurf zu überdenken. Seiner Ansicht nach verwässert die Bankenlobby das Gesetz, sodass dringend notwendige Regulierung ausbleibt.

Im Finanzvertrieb herrschten auch drei Jahre nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers noch Zustände „wie im wilden Westen“, erklärte Billen vor Journalisten. Die Bürger würden weiterhin nur unzureichend über Risiken und Kosten von Finanzanlagen informiert. Außerdem seien „aggressive Vertriebsmethoden“ an der Tagesordnung, weil viele Berater nur auf Provisionen aus seien. (hb)

Foto: VZBZ

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Plug & Play: Die führende Plattform für Makler, Mehrfachagenten und Banken

Mode, Essen, Musik, Filme, Reisen und sogar Medikamente – mittlerweile gibt es nahezu alles im Internet zu kaufen. Und auch das Geschäft mit Online-Dienstleistungen wie etwa die Taxi-Bestellung, der Leihwagen oder das Ausleihen hipper eScooter oder eRoller läuft mit Hilfe entsprechender Apps inzwischen reibungslos.

mehr ...

Immobilien

Kommen in 2020 Minuszinsen in der Baufinanzierung?

Die staatliche KfW-Bank sorgte vergangene Woche für Aufregung: Sie will ab 2020 Förderkredite mit Negativzinsen auf den Markt bringen. Was das genau bedeutet und ob diese Minuszinsen auch bei Baufinanzierern ankommen, kommentiert Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG.

mehr ...

Investmentfonds

ESG: Gute Chancen für aktives Management

Aktiv oder passiv investieren? Diese Debatte hat bereits für unzählige Beiträge und Analysen gesorgt. Eines lässt sich nicht leugnen: In den vergangenen Jahren hat sich das Blatt zugunsten der passiven Strategien gewendet. Was 2007 noch in weiter Ferne schien, rückte Ende April dieses Jahres in den Vordergrund: Der Zeitpunkt, an dem am US-Markt passive Anlagen in einheimische Aktien Parität mit den entsprechenden aktiven Vermögenswerten erreichten.

mehr ...

Berater

Razzia gegen “Hawala-Banking”: 22 Millionen Euro sichergestellt

Der mutmaßliche Kopf des illegalen “Hawala”-Bankings, das mit einer bundesweiten Großrazzia zerschlagen wurde, ist der Düsseldorfer Besitzer einer Juwelierkette. In seinen Juwelierfilialen unter anderem in Duisburg sowie in Pfandhäusern in Berlin sollen die illegalen Geldtransfers betrieben worden sein.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Immobilienfonds Jamestown 31 legt rasant los

Der US-Fondsanbieter Jamestown hat für seinem Fonds 31 innerhalb weniger Wochen ein beachtliches Volumen platziert und die ersten Immobilieninvestitionen getätigt. Es handelt sich dabei um drei Büro- und Einzelhandelsobjekte in San Francisco, Atlanta und Boston, in die insgesamt eine Viertel-Milliarde US-Dollar Eigenkapital fließt.

mehr ...

Recht

Thomas Cook: Auch österreichische Verbraucherschützer verklagen Bundesrepublik

Nach der Insolvenz des Reiseveranstalters Thomas Cook sowie diverser Tochterunternehmen klagt nun auch der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) gegen den deutschen Staat auf Staatshaftung. Vertreten wird der Verein durch die Anwaltskanzlei Kälberer & Tittel aus Berlin.

mehr ...