Anzeige
Anzeige
12. Oktober 2010, 13:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bankkunden fühlen sich schlecht behandelt

Mehr als die Hälfte der Deutschen fühlt sich bei ihrer Bank mit Standardprodukten abgespeist und bemängelt, dass zu wenig auf die eigene Situation eingegangen werde. Das führt mitunter dazu, dass eine Hausbank für überflüssig gehalten wird, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage.

Beratung-schlecht-Smiley-Kopf-127x150 in Bankkunden fühlen sich schlecht behandeltSo sind 53 Prozent der 1.000 befragten Bundesbürger der Meinung, dass bei Finanzanlagen der menschliche Faktor eine wichtige Rolle spielen sollte. Die Praxis zeige allerdings, dass 57 Prozent der Deutschen das Gefühl hätten, nur Standardprodukte zu bekommen. Außerdem werde die persönliche Situation kaum berücksichtigt, so die Umfrage, die von der Unternehmensberatung Putz & Partner und des Marktforschers Toluna durchgeführt wurde.

Dabei erwarten 55 Prozent der Befragten vom eigenen Institut, dass die persönlichen finanziellen Belange bekannt sind und darauf mit passgenauen Angeboten reagiert wird. In der Realität sieht jedoch die Mehrheit der Kunden diesen Anspruch nicht erfüllt. Die Folge: Nicht einmal die Hälfte der Deutschen vertraut auf die klassische Hausbank. Ein Drittel hält sie sogar für überflüssig, weil auf die persönliche Situation ohnehin nicht eingegangen werde – Tendenz steigend.

„Die Chancen des so genannten Emotional Banking – also einer Kundenberatung, bei der die individuellen Belange im Vordergrund stehen – werden von vielen Instituten nicht genutzt”, sagt Andreas Schneider-Frisse, Vorstand bei Putz & Partner.

Die Banken betrieben zwar viel Aufwand, um die Kundenbindung zu erhöhen. Aber der eigentliche Paradigmenwechsel vom Produktfokus zum Kundenverhalten finde als Treiber der Zukunft noch nicht statt. Die Finanzdienstleister sollten daher viel stärker Erkenntnisse aus anderen Branchen transferieren, so der Bankenexperte.

Das beginne bereits bei der Fragestellung, ob die Bank dem Kunden eine persönliche Wertschätzung entgegen bringe. Die ist der Umfrage zufolge verbesserungswürdig: Über 60 Prozent der Kunden kritisieren, bei ihrem Institut nicht als individuelle Persönlichkeit wahrgenommen zu werden. Knapp jeder Fünfte berichtet sogar, er fühle sich von seiner Bank wie ein Bittsteller behandelt. (ks)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. “Die Banken betrieben zwar viel Aufwand, um die Kundenbindung zu erhöhen. Aber der eigentliche Paradigmenwechsel vom Produktfokus zum Kundenverhalten finde als Treiber der Zukunft noch nicht statt. Die Finanzdienstleister sollten daher viel stärker Erkenntnisse aus anderen Branchen transferieren, so der Bankenexperte.”
    Das passiert durchaus – man vergleicht sich halt mit MediaMarkt…

    Kommentar von Bankster — 13. Oktober 2010 @ 09:42

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Höhere Schäden machen Kfz-Versicherung 2018 erneut teurer

Autobesitzer in Deutschland müssen sich nach Einschätzung der Hannover Rück 2018 auf weiter steigende Versicherungsprämien einstellen. Im Schnitt dürften die Beiträge in der Branche um ein bis zwei Prozent steigen, sagte Hannover-Rück-Manager Andreas Kelb am Montag beim Branchentreffen in Baden-Baden.

mehr ...

Immobilien

Die eigene Immobilie als Erfolgsprojekt

Mit anhaltenden Niedrigzinsen steigen die Immobilienpreise in den Top-Lagen immer stärker an. Doch auch in 1B-Lagen sind Schnäppchen selten. Was bedeutet das für die Menschen, die sich heute für eine Kapitalanlage in Immobilien entscheiden?

Gastbeitrag von Bianca de Bruijn-van der Gaag, ING-DiBa

mehr ...

Investmentfonds

“Kreditanalyse ist wichtiger denn je”

Seit der Finanzkrise ist fast ein Jahrzehnt vergangen, doch die Effekte an den Kreditmärkten sind weiterhin spürbar. Ein Gastbeitrag von Tatjana Greil-Castro von Muzinich & Co.

mehr ...

Berater

Banking-Fintech N26 kündigt Eintritt in den US-Markt an

Wie die mobile Bank N26 mitteilt, plant sie für Mitte 2018 den Markteintritt in die USA. Dort können sich Interessenten ab sofort in eine Warteliste eintragen, um dann ein Konto zu eröffnen. Zum geplanten Angebot werden demnach Girokonto, Karte, Überweisungen, Barabhebungen und Kundenbindungsprogramm gehören.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...