Bankkunden setzen auf Online-Recherche

Die Mehrheit der deutschen Bankkunden nutzt bereits heute das Internet, um sich auf Finanzentscheidungen vorzubereiten. Fast 60 Prozent aller Vertragsabschlüsse geht mittlerweile eine Online-Recherche voraus, wie eine Studie der Deutschen Bank herausgefunden hat.

internetshoppingDie vom Markforschungsinstitut GfK durchgeführte Untersuchung verbindet klassische Verbraucherbefragungen (Finanzmarktpanel) mit der Messung des tatsächlichen Internetverkehrs (Media-Efficiency-Panel) von 5.000 Haushalten.

Besonders häufig verbinden die Kunden der Analyse zufolge eine Online-Recherche mit einem Offline-Abschluss, zum Beispiel in der Filiale. Diese Praxis wird inzwischen bei knapp 50 Prozent des gesamten Neugeschäfts angewendet.

„Im Internet können Kunden in aller Ruhe Informationen studieren, Konditionen bei Wettbewerbern vergleichen, Hintergrundberichte nachlesen und aktuelle Entwicklungen verfolgen“, sagt Thomas Meyer, Senior Economist bei Deutsche Bank Research und Autor der Studie. Deshalb dürfe die Bedeutung des Internets aufgrund des reinen Online-Absatzes von lediglich 10,8 Prozent des Neugeschäfts nicht unterschätzt werden, so Meyer weiter.

Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die elementare Bedeutung des Online-Kanals für Privatkunden. „Über 60 Prozent der Internetnutzer besuchen im Quartal Internetseiten mit Finanzthemen, 20 Prozent stellen finanzrelevante Suchanfragen“, führt Antje Stobbe, Leiterin Technologie und Innovation bei DB Research, aus.

Im Schnitt besuchen die Kunden vor Vertragsabschluss 43 finanzrelevante Internetseiten und stellen elf Suchanfragen zu Finanzthemen. Allerdings überdecken diese Durchschnittswerte eine weite Spanne unterschiedlicher Muster. Während die Nutzer im Schnitt eine Stunde und elf Minuten im Quartal der Online- Recherche nach Finanzthemen widmen – unabhängig davon, ob sie Neuabschlüsse tätigen oder nicht – verbringt ein Viertel von ihnen weniger als fünf Minuten im Quartal auf Finanzseiten.

Suchmaschinen sind die bedeutendste unabhängige Informationsquelle. Gut 36 Prozent aller Kunden, die vor Vertragsabschluss im Internet recherchieren, nutzen dabei laut Studie Google. (hb)

Foto: Shutterstock

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