4. Januar 2010, 11:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bürgerentlastungsgesetz: Dringender Bedarf nach Aufklärung

Über neun Millionen Euro Steuerentlastungen warten auf 16 Millionen Bundesbürger in diesem Jahr – doch fast keiner weiß davon. Nur jedem Vierten ist bekannt, dass die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung künftig deutlich besser als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden können, ebenso wie die Beiträge für mitversicherte Kinder.

Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Studie des Kölner Marktforschungsinstituts You Gov Psychonomics, das im Auftrag der Versicherungskammer Bayern 1.000 Bundesbürger befragt hat.

Selbst die Befragten, die von dem Gesetz Kenntnis haben, geben an, nur unzureichend darüber informiert worden zu sein. Je nach Einkommen bringt das Bürgerentlastungsgesetz den Deutschen Einsparungen von mehreren hundert Euro im Jahr.

B Rgerentlastungsgesetz in Bürgerentlastungsgesetz: Dringender Bedarf nach Aufklärung

Dennoch erwarten 61 Prozent der Befragten keine persönliche Steuerersparnis. Knapp 40 Prozent davon glauben, zu wenig zu verdienen, um von dem neuen Gesetz profitieren zu können.

Diejenigen, die davon ausgehen, mehr Geld im Portemonnaie zu haben, schätzen ihre persönliche Steuerersparnis auf durchschnittlich 325 Euro pro Jahr. Befragte mit einem Nettoeinkommen von bis 2.000 Euro erwarten rund 133 Euro; Befragte mit Nettoeinkommen darüber rechnen mit durchschnittlich rund 500 Euro.

Mehr Geld für Altersvorsorge

Ein weiteres Ergebnis: Knapp 30 Prozent der Befragten, die für sich eine steuerliche Entlastung erwarten, wollen das Geld in die private Alters- und Gesundheitsvorsorge investieren. Bevorzugt werden Altersvorsorgeprodukte (83 Prozent). Erst mit Abstand folgen private Kranken- beziehungsweise Krankenzusatzversicherungen (26 Prozent) oder private Pflege- beziehungsweise Pflegezusatzversicherungen (19 Prozent), wobei Mehrfachnennungen möglich waren.

39 Prozent sind noch unentschlossen, was den Einsatz des Geldes angeht. Das restliche Drittel der Befragten gab der Studie zufolge an, das Geld unmittelbar zum Leben zu benötigen oder anderweitig für den Konsum verwenden zu wollen. (ks)

Foto: Shutterstock

Grafik: Versicherungskammer Bayern/You Gov Psychonomics

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Welt-Alzheimertag: Welcher Versicherungsschutz ist für Demenzkranke wichtig?

Am kommenden Samstag ist Welt-Alzheimertag. An diesem Tag wird jährlich auf das Thema Demenz und die Situation Demenzkranker aufmerksam gemacht. 1,7 Millionen Menschen sind laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft in Deutschland von dieser Krankheit betroffen. 2060 sollen es nach dem Statistikportal Statista bereits 2,88 Millionen sein.

mehr ...

Immobilien

Weshalb der Staat das denkbar schlechteste Wohnungsunternehmen ist

Ob BMW, Lufthansa oder Deutsche Wohnen – niemand ist mehr sicher vor einer Verstaatlichung oder euphemistisch: „Rekommunalisierung“. Gemeinsam propagieren sie den falschen Glauben daran, dass der Staat der bessere Unternehmer sei. Wenn Wohnungen in der Hand des Staates sind, so die Annahme der Berliner Initiative „Deutsche Wohnen Enteignen“, wird alles besser. Ein Kommentar von Daniel Föst, bau- und wohnungspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der FDP Bayern.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

Allianz Global Wealth Report: Es gibt keine Gewinner

Der zehnte „Global Wealth Reports“ der Allianz zeigt, dass 2018 erstmals die Geldvermögen in Industrie- und Schwellenländern gleichzeitig zurückgegangen sind. Selbst 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, war dies nicht der Fall. Ein Kommentar von Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...