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2. Dezember 2011, 16:45
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Altersvorsorge: Mehrheit der Anleger berücksichtigt Inflation nicht

Für mehr als die Hälfte der Deutschen spielt die Inflation bei der Finanzplanung keinerlei Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Postbank AG.

Geld-Schere-127x150 in Altersvorsorge: Mehrheit der Anleger berücksichtigt Inflation nichtAktuell schaut nicht einmal jeder achte Bundesbürger bei seiner Vorsorgeplanung auf den Effekt steigender Preise, so die bundesweite Analyse. Demnach gaben nur zwölf Prozent aller Befragten ab 16 Jahren an, dass sie die Inflation beim Sparen fürs Alter berücksichtigten. Mit 53 Prozent erklärte dagegen mehr als die Hälfte, dass “dies für mich keine Rolle spielt”. Und ein gutes Drittel (35 Prozent) hat sich darüber lediglich “schon mal Gedanken gemacht”.

Aktuell befindet sich die Inflationsrate in den Euro-Staaten auf einem Drei-Jahres-Hoch. Allein in Deutschland wird die erwartete Preissteigerung für 2011 mit 2,4 Prozent so stark sein wie zuletzt 2008. Trotzdem ist die Aufmerksamkeit der Anleger für diese Entwicklung nach Aussage der Postbank sogar gesunken. In 2009 hätten noch 15 Prozent der Befragten angegeben, die Inflation zu berücksichtigen. Unter den Berufstätigen, die mehr für das Alter vorsorgen wollten, seien es sogar 18 Prozent gewesen. In beiden Gruppen sei der Anteil 2011 auf zwölf Prozent gefallen. Unter jungen Berufstätigen bis 29 Jahre wollten dies aktuell sogar nur noch neun Prozent einplanen.

Inflation verlangt 2,5-fache Sparanstrengung

Wie gefährlich gerade für junge Berufstätige ein Ausblenden der Inflation sein kann, zeigt laut Postbank eine Rechnung bei einer durchschnittlichen Inflationsrate in Höhe von 2,5 Prozent: Möchte ein heute 30-Jähriger beim Eintritt in den Ruhestand mit 67 Jahren nach heutiger Kaufkraft über monatlich 1.500 Euro verfügen, dann müsse er so vorsorgen, dass ihm im Alter das Zweieinhalbfache, nämlich 3.740 Euro, zur Verfügung stehe.

Berufstätige mit Abitur und Studium scheinen diesen Effekt nach Aussage der Analyse noch am ehesten zu sehen. Unter ihnen gab fast jeder Vierte (24 Prozent) an, die Inflation beim Vorsorgesparen zu berücksichtigen. Dies sind doppelt so viele wie in der Gesamtbevölkerung. Dagegen seien es bei Berufstätigen mit einfacher Schulausbildung nur sieben Prozent und somit nur rund halb so viele wie unter allen Bundesbürgern. (bk)

Foto: Shutterstock

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6 Kommentare

  1. Die Inflationsrate in Deutschland war aufgrund der historisch bedingten Inflationsaversion der Deutschen bisher im Vergleich zu anderen Ländern vergleichsweise gering. Wir können nur hoffen, dass die EZB in naher Zukunft nicht zu einer FED mutiert!

    Kommentar von Diana Mahlich — 6. Dezember 2011 @ 18:41

  2. Zunächst einmal muss man hier den Begriff Inflation sauber verwenden. Inflation ist nämlich nicht einfach gleichzusetzen mit der Teuerungsrate. Inflation ist Ausweitung der Geldmenge durch Drucken von zusätzlichem Geld. Je nachdem in welche Märkte dann dieses zusätzliche Geld gelangt, kann sie hier Preissteigerungen verursachen. Wichtig ist also, Ursache und Verursacher klar zu erkennen und den ständigen Preisanstieg dem Markt anzulasten. Verursacher der Inflation ist die Zentralbank und die privaten Geschäftsbanken. Und die durch diese beiden verursachte Inflation liegt deutlich über der offiziellen Teuerungsrate. Wollte man das in seiner Vermögensplanung berücksichtigen, wäre gignatische Sparraten erforderlich. Von daher, nicht Symptome bekämpfen, sondern die wahre Ursache!

    Kommentar von Holger Lang der Finanzschrauber — 6. Dezember 2011 @ 13:27

  3. Sachwerte ! Vermietete Immobilein, beim deutschen Mietrecht ? Gestern hat ein Vermieter einen Mieter erschossen, der ein Jahr keine Miete gezahlt hatte und nicht ausziehen wollte.
    Aktien: Heutiger Gewinn ist Verlust von morgen. Wer vor 10 Jahren 100.000 Euro auf den Dax angelegt hat, kann über einen Gewinn mit Ausgleich der Inflationsrate aber nur träumen.

    Kommentar von Norbert Strobel — 6. Dezember 2011 @ 11:49

  4. In dem man langfristig breitgestreut in Sachwerte investiert.

    Kommentar von Conny Zell — 5. Dezember 2011 @ 22:49

  5. Die Frage ist doch:

    Wie kann man in einer Niedrigzinsphase gegen die Inflation ansparen ?

    Kommentar von Norbert Strobel — 5. Dezember 2011 @ 13:16

  6. Hier muss definitiv mehr Aufklärung betrieben werden, damit dieser Effekt von Anfang an beim Sparen mit einbezogen wird.

    Kommentar von Diana Mahlich — 5. Dezember 2011 @ 09:32

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