10. Juli 2012, 11:05
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Studie: Anleger zunehmend verunsichert

Union Investment hat das Anlegerverhalten im zweiten Quartal dieses Jahres untersucht: Die Unsicherheit der Kundschaft liegt aktuell auf dem höchstem Stand seit Jahren, die Sparbereitschaft sinkt.

AltersvorsorgeJeder dritte Anleger spart weniger als noch vor einem Jahr, teilt die Frankfurter Fondsgesellschaft mit. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird von 54 Prozent der Anleger als unverändert eingeschätzt. Mit einem konjunkturellen Aufschwung rechnen 23 Prozent, fünf Prozentpunkte mehr als bei der letzten Erhebung.

Altervorsorge wird vernachlässigt

„Die Verunsicherung bei den Anlegern ist groß. Nach den Geschehnissen rund um die Eurokrise ist das keine große Überraschung. Erst wenn die fundamentalen und strukturellen Probleme gelöst sind, werden die Menschen langsam wieder in die Kapitalmärkte vertrauen“, sagt Union-Investment-Geschäftsführer Daniel Günnewig. Bis dahin sei es dringend erforderlich, dass die Regierungen weitere Maßnahmen für eine solide Haushaltslage und zur Umsetzung der geplanten Strukturreformen ergreifen.

Sowohl das zukünftige Zinsniveau als auch die Performance der Aktienmärkte erscheint vielen Befragten nicht abschätzbar. Entsprechend findet sich die Sparbereitschaft auf dem niedrigsten Niveau in den letzten zwölf Monaten, das Vorsorgen für Kinder und Familie bleibt aber eines der wichtigsten Sparziele. Außerdem rechnen Anleger mit Inflation und gehen in den nächsten sechs Monaten von einer konstanten wirtschaftlichen Entwicklung aus.

Weitere Resultate: Die Unsicherheit über die Entwicklung an den Aktienmärkten in den nächsten sechs Monaten ist gestiegen. Unentschlossen sind rund 17 Prozent, acht Prozentpunkte mehr als im ersten Quartal 2012. Das ist laut Union Investment der höchste Stand seit dem dritten Quartal 2007. Gleichzeitig sank der Anteil der Optimisten um fünf Prozentpunkte. Aktuell gehen nur noch 23 Prozent der Befragten von einer steigenden Aktienmärkten aus. Fallende Kurse erwarten hingegen 26 Prozent (Vorquartal: 31 Prozent). Mit einer Seitwärtsbewegung rechnen 34 Prozent. Das ist ein Anstieg um zwei Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal.

Sparbereitschaft der Anleger ist erstmals seit einem Jahr gesunken. Durch das Niedrigzinsumfeld einerseits und die gestiegene Unsicherheit im Rahmen der Staatenkrise andererseits habe sich das Sparverhalten der Anleger erstmals seit einem Jahr deutlich eingetrübt, so Günnewig. (mr)

Foto: Shutterstock

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