Riester-Rente: PIB-Entwurf ist verbesserungswürdig

Das Institut für Transparenz in der Altersvorsorge (ITA) hält das geplante Produktinformationsblatt (PIB) für Riester- und Basisrenten für einen Quantensprung auf dem Weg zur transparenten Altersvorsorge. Laut ITA gibt es aber auch Nachbesserungsbedarf, insbesondere im Hinblick auf die Verständlichkeit.

Fragezeichen RiesterDer aktuelle Entwurf für das PIB für Riester-und Basisrenten sei zwar übersichtlich, ansprechend und enthalte die Effektivkosten als beste Kennzahl zum Vergleich von Produktkosten. „Nach Einführung des neuen Produktinformationsblatts werden es Anbieter deutlich schwerer haben, Kosten zu verstecken“, kommentiert Dr. Mark Ortmann, Geschäftsführer des ITA – Institut für Transparenz in der Altersvorsorge, den Vorschlag des Instituts für Finanzdienstleistungen (iff).

Entscheidend sei aber, in welcher Form die Effektivkosten dargestellt werden, so ITA. Anders als bei anderen Kostenangaben sollten Effektivkosten demnach in Prozent angegeben werden. Effektivkosten in Euro anzugeben – wie vom iff empfohlen – sei verwirrend. So bleiben die Effektivkosten in Prozent in etwa gleich hoch bei unterschiedlichen jährlichen Erträgen, zum Beispiel bei 2% oder 8%. Werden die Effektivkosten aber in in Euro über die gesamte Laufzeit berechnet, schwanken die Euro-Beträge dramatisch.

Da keiner vorher wissen könne, ob sich sein Vertrag mit 2% oder 8% jährlich entwickeln wird, geben Effektivkosten in Euro kein brauchbares Bild von der Kostenbelastung, anders als die Effektivkosten in Prozent. „Wenn man nicht weiß, ob die hochgerechneten Gesamtkosten eines Vertrags 10.000 Euro oder 50.000 Euro betragen werden, dürfen wir dem Kunden nicht einen konkreten Betrag nennen“, betont Ortmann. Das würde dazu führen, dass der Kunde die Kostenbelastung falsch einschätzt. Die ITA empfiehlt Kosten nur dann in Euro anzugeben, wenn die Höhe der Kosten feststehe und das sei bei Effektivkosten nicht der Fall.

Seite zwei: Nachbesserungsbedarf bei Schreibstil und Sprache

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