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12. Juni 2012, 11:35
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Sparen: Deutsche bevorzugen Sicherheit

Die Deutschen wollen beim Sparen künftig verstärkt auf sichere Anlageformen setzen, so das Ergebnis einer Umfrage von TNS Infratest. Obwohl mehr als die Hälfte der Befragten Sparen demnach für wichtig hält, ist nur jeder Vierte mit der aktuellen Höhe seiner Ersparnisse zufrieden.

SparenEine klare Mehrheit von 82 Prozent der Befragten erwartet steigende Lebenshaltungskosten, so die repräsentative Untersuchung des Marktforschungsinstituts TNS Infratest im Auftrag der Allianz Bank. Das sei zwar weniger als bei den letzten Untersuchungen im vergangenen Jahr, allerdings erhöhe sich demnach die Anzahl derjenigen, die eine Inflation fürchten, leicht auf 42 Prozent.

Nahezu unverändert zeige sich das Vertrauen in den Euro und die deutsche Wirtschaft, so die Studie. Trotz Schuldenkrise und Ungewissheit über die weitere Entwicklung der Gemeinschaftswährung, haben demnach noch 32 Prozent der Befragten Vertrauen in die Stabilität des Euro. Zudem sei derzeit noch mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Deutschen optimistisch im Hinblick auf weiteres Wirtschaftswachstum im eigenen Land, Ende 2011 waren es noch 60 Prozent.

Laut der Umfrage sei Sparen für 62 Prozent der Befragten wichtig oder sehr wichtig, allerdings sei nur jeder Vierte mit der Höhe seiner Ersparnisse zufrieden. Nur 15 Prozent haben demnach genug Geld, um sich sowohl Konsumwünsche zu erfüllen als auch gleichzeitig Rücklagen zu bilden. Im Jahr zuvor waren es noch drei Prozentpunkte mehr. Fast 40 Prozent der Deutschen können Geld sparen und sich zumindest hin und wieder etwas gönnen. Elf Prozent geben an, nach Abzug der Kosten gar kein Geld zur freien Verfügung zu haben.

Die Hälfte der Deutschen setzt auf klassische Sparprodukte

Im Zuge der Finanzkrise seien fast 70 Prozent der Deutschen sehr vorsichtig und setzen auf sichere Anlageformen, so die Studienautoren. Neben der privaten Vorsorge sind dabei demnach vor allem klassische Sparprodukte wie Sparplan, -brief und -buch beliebt. Mehr als jeder zweite Deutsche, besitzt, der Studie zufolge, diese Anlageformen.

Die Befragten möchten demnach auch künftig in diese Anlageformen investieren. Zudem planen sie im Vergleich zum Vorjahr mehr beziehungsweise neu in Immobilien zu investieren und vermehrt Geld in eine Betriebsrente einzuzahlen. Die betriebliche Altersvorsorge verzeichnet demnach unter allen Sparformen mit fünf Prozent den mit Abstand stärksten Zuwachs. In Aktien, Fonds und festverzinsliche Wertpapiere wollen derzeit dagegen nur wenige investieren.

Für die Allianz Bank Money Trends hat TNS Infratest 510 deutsche Entscheider oder Mitentscheider bei Finanzangelegenheiten über 18 Jahren im Zeitraum vom 21. bis 23. Mai 2012 zu ihrem aktuellen und künftigen Spar- und Anlageverhalten, befragt. (jb)

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