Anzeige
26. Juli 2013, 07:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Umfrage: Falsche Reihenfolge der Haftung bei Bankpleiten

Die EU beschließt derzeit eine neue Haftungsreihenfolge bei der Pleite einer Bank: Zunächst sollen Aktionäre, Bankanleihebesitzer und Kunden mit Guthaben über 100.000 Euro ein Opfer bringen. Erst danach übernehmen die bisher haftende EU mit dem Euro-Rettungsfonds bzw. der Staat die Haftung.

Frankfurt-am-Main-255x300 in Umfrage: Falsche Reihenfolge der Haftung bei BankpleitenDie Deutschen sehen das anders: Sie nehmen die Vorstände und Verantwortlichen der Bank als Erste in die Pflicht: 82 Prozent sind der Meinung, dass die Führungsebene der Bank haften sollte.

Erst danach folgen mit großem Abstand die von der EU zuerst in die Pflicht genommenen Aktionäre (57 Prozent) und Anleihebesitzer (42 Prozent). Das ist das Ergebnis des aktuellen puls Finanzmonitors im Juli 2013 bei 1.101 Bankkunden in Deutschland.

Führungsebene der Bank soll haften

“Angesichts der klaren Meinung der deutschen Anleger zur Haftung bei Bankenpleiten sollten Banken nicht auf mögliche EU-Regelungen warten, sondern überlegen ob und wie sie das Thema Haftung selbst aktiv angehen”, rät Dr. Konrad Weßner, Geschäftsführer der puls Marktforschung.

Als vierte Haftungsinstanz sollte dann die EU (28 Prozent) noch vor den Bankkunden mit einem Vermögen von mehr als 100.000 Euro (25 Prozent) einspringen. Kaum noch als haftungsrelevant werden die Mitarbeiter der Bank (16 Prozent), der deutsche Staat (13 Prozent) oder der Sparer mit einem Vermögen unter 100.000 Euro gesehen (8 Prozent).

“Da Kleinsparer nach Meinung der deutschen Bankkunden auf keinen Fall haften sollten, ist dazu eine klare Kommunikation der Banken gefordert”, resümiert Weßner. (fm)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

230 Pflegedienste unter Betrugsverdacht

Bei den bundesweiten Betrugsermittlungen gegen ambulante Pflegedienste hat sich ein Verdacht gegen 230 russisch-eurasische Anbieter ergeben. Das gehe aus dem Abschlussbericht der Sonderermittlungsgruppe von Bundeskriminalamt und Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen hervor, berichten “Die Welt” und der Bayerische Rundfunk.

mehr ...

Immobilien

NordLB erwägt Verkauf Deutscher Hypothekenbank

 

Die NordLB prüft, ob sie die Deutsche Hypothekenbank verkauft, damit würde sie sich von ihrer Immobilientochter trennen. Das geht aus einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hervor. Die NordLB erlitt durch Geschäfte mit Schiffskrediten große Verluste.

mehr ...

Investmentfonds

“Ökonomischen Rückenwind in Europa für konsequente Reformen nutzen”

Carsten Mumm von der Privatbank Donner & Reuschel erwartet deutliches Wachstumsplus im zweiten Quartal in Europa, das nicht ungenutzt bleiben sollte.

mehr ...

Berater

Viel Rückenwind für Schwellenländer

Während die globale Konjunktur nur langsam vorankommt, lassen zahlreiche Schwellenländer die Industriestaaten hinter sich. Im Durchschnitt erwarten Karen Watkin und Morgan Harting, beide Multi-Asset Portfolio Manager bei AllianceBernstein, für die Schwellenländer 2017 ein Wachstum von 4,1 Prozent, für die Industrieländer hingegen nur knapp über zwei Prozent. Doch das ist nicht der einzige Faktor, der für Anlagen in den Emerging Markets (EM) spricht.

mehr ...

Sachwertanlagen

Kaufland in Kitzingen ab 20.000 Euro

Die Hahn Gruppe aus Bergisch-Gladbach hat über ihre Kapitalverwaltungsgesellschaft DeWert Deutsche Wertinvestment GmbH einen neuen geschlossenen Publikumsfonds aufgelegt. Beteiligen dürfen sich nur qualifizierte Anleger.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...