7. Dezember 2015, 08:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Rentenmodell oft weniger attraktiv als Verkauf”

Thomas Öchsner ist Geschäftsführer der Resultate Institut für Unternehmensanalysen und Bewertungsverfahren GmbH und beschäftigt sich mit Nachfolge und Bewertung von Maklerunternehmen. In Teil I des Interviews mit Cash.-Online spricht er über Rentenmodelle als Nachfolgelösung.

Nachfolge: Rentenmodell weniger attraktiv als Unternehmensverkauf

Thomas Öchsner: “Die Angebote der Rentenmodelle sind deutlich weniger attraktiv, als es auf den ersten Blick aussieht.”

Cash.-Online: Herr Öchsner, was darf ein Makler heute realistischerweise erwarten, wenn er seinen Versichertenbestand verkaufen möchte?

Öchsner: Kritische Nachfragen und akribische Prüfungen des Nachfolgers oder Investors. Schwierig vergleichbare Angebote in der Form eines Bestandskaufs, Unternehmenskaufs oder Pachtmodelle.

Außerdem eine Reihe von außergewöhnlich attraktiven Versprechungen, die man sehr genau lesen und interpretieren können muss. Ohne klares Ziel und einer guten Vorbereitung ist der Markt für Nachfolgen und Verkäufe für Versicherungsmakler äußerst heterogen und intransparent.

Verwundert es Sie bei diesen Aussichten, dass Makler dann doch lieber auf die bequemen Lösungen einzelner großer Anbieter setzen?

Eigentlich wundere ich mich immer wieder, wie einfach es sich manche Makler machen. Obwohl die Art und der Zeitpunkt der Veräußerung oder der Übergabe des eigenen Maklerunternehmens in den meisten Fällen eine Entscheidung über das Vielfache des eigenen Jahreseinkommens ist, erleben wir immer wieder Makler, die sich ohne Marktvergleich und ohne, dass sie sich eine neutrale Unternehmensbewertung eingeholt hätten, für eine einzige Lösung entscheiden.

Viele Makler finden keinen Nachfolger. Deshalb setzen sie auf Rentenlösungen professioneller Anbieter, die nicht nur die Bestände komfortabel übernehmen, sondern teilweise auch ein lebenslanges Einkommen versprechen, das in Einzelfällen sogar vererbt werden kann. Was halten Sie von diesen Angeboten?

Das kann man nicht pauschal beantworten. Letztlich hängt es von den persönlichen Zielen des abgebenden Versicherungsmaklers und der konkreten Formulierung in der zu treffenden Rentenvereinbarung ab.

In Summe sind die Angebote der Rentenmodelle allerdings deutlich weniger attraktiv, als es auf den ersten Blick aussieht.

Seite zwei: “Rentenmodell verlagert Verkaufspreis in die Zukunft

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Wie viel verdient man in der Ausbildung?

Bankkauffrau, Konditor, Friseur oder Maurerin: Mit dem Schulabschluss in der Tasche beginnt für viele junge Menschen in der Ausbildung ein neuer Lebensabschnitt. Und mit ihm füllt sich meistens zum ersten Mal das eigene Konto. Vorbei sind die Zeiten, in denen man sparsam mit dem Taschengeld der Eltern sein musste. Doch wie viel Geld verdient man während der Ausbildung eigentlich? Und was tun, wenn das Geld nicht reicht? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

mehr ...

Immobilien

Renovieren: BGH nimmt Vermieter und Mieter in die Pflicht

Langjährige Mieter können ihren Vermieter zum Renovieren verpflichten, müssen sich aber an den Kosten beteiligen. Voraussetzung ist außerdem, dass sich der Zustand der Wohnung seit Einzug deutlich verschlechtert hat.

mehr ...

Investmentfonds

Reges Interesse an Unternehmensteilen von Wirecard

Für die Teile des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard gibt es nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters ein reges Interesse unter Investoren.

mehr ...

Berater

Wie lange hält Urlaubsanspruch? Richter wenden sich an EuGH

Um über die Dauer von Urlaubsansprüchen bei Arbeitnehmern mit Langzeitkrankheit urteilen zu können, hat das Bundesarbeitsgericht den Europäischen Gerichtshof um eine Vorabentscheidung gebeten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Umsatz gestiegen, Kurse gefallen

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnet im Juni bezüglich der Anzahl der Transaktionen und des Nominalumsatzes eine leichte Belebung des Zweitmarkts für geschlossene Fonds. Der Durchschnittskurs sank hingegen zum dritten Mal in Folge.

mehr ...

Recht

Weiterbildung in Zeiten von Covid-19

Die Corona-Pandemie hat das Interesse der Versicherungsvermittler an der Nutzung der Möglichkeiten digitaler Weiterbildung gesteigert, um so sicherzustellen, dass das gesetzliche Pflichtsoll von mindestens 15 Stunden Weiterbildungszeit pro Jahr erfüllt wird. Doch nicht jedes Webinar erfüllt die Voraussetzungen, die für eine Anrechenbarkeit im Rahmen der gesetzlichen Weiterbildungspflicht gefordert sind. Gastbeitrag von Rechtsanwalt Jürgen Evers

mehr ...