Zinsertrag weitgehend unbekannt

Obwohl rund zwei Drittel der Bundesbevölkerung regelmäßig sparen, ist nur wenigen Sparer die Höhe ihrer Zinserträge bekannt, so eine aktuelle Forsa-Studie im Auftrag der Bank of Scotland. Zudem setzt der Großteil der Sparer trotz Niedrigzins auf klassische Produkte wie das Sparbuch.

Rund zwei Drittel der Deutschen legen regelmäßig Geld zurück.

64 Prozent der Deutschen legen regelmäßig Geld zurück. Das ist ein Ergebnis des „Sparerkompass 2015“, für den das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Bank of Scotland im Zeitraum 17. bis 28. November 2014 1.686 Personen im Alter zwischen 18 und 69 Jahren befragt hat.

Demnach kann jedoch nur knapp jeder dritte Sparer (29 Prozent) die Höhe seiner Zinserträge auf Anhieb benennen. 39 Prozent kennen den Betrag laut der Studie „nur in etwa“.

Sparbuch bevorzugt

Trotz der aktuell niedrigen Zinslage legt die Mehrheit der Bundesbürger demnach ihr Geld weiterhin in altbewährten Sparmodellen an, die ihnen gleichermaßen Flexibilität und Sicherheit bieten. Obwohl 74 Prozent der Bundesbürger das Tagesgeldkonto gegenüber dem Sparbuch klar im Vorteil sehen, ist immer noch jeder Zweite (52 Prozent) Inhaber eines Sparbuchs.

Damit ist das Sparbuch die am häufigsten genutzte Anlageform in Deutschland. Besitzer eines Sparbuchs nutzen es der Umfrage zufolge jedoch vor allem aus Gewohnheit (44 Prozent) oder aufgrund der Möglichkeit, jederzeit Geld von dort abheben zu können (56 Prozent).

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Inhaber eines Tagesgeldkontoslegen demnach noch größeren Wert auf die Flexibilität. So empfinden 70 Prozent der Nutzer dieser Anlageform die Möglichkeit, rasch an das Geld zu kommen, als Vorteil. Zudem sagt laut der Studie jeder dritte Inhaber eines Tagesgeldkontos (32 Prozent), dass diese Anlageform besser verzinst wird als andere Geldanlagen. Bei den Sparbuchbesitzern sind lediglich fünf Prozent dieser Ansicht. (jb)

Foto: Shutterstock

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