25. September 2017, 12:20
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Jetzt also Jamaika – nun gut, wir werden sehen

Die Bundestagswahl ist eine Zäsur für Deutschland. Doch was bedeutet das Ergebnis für die Sachwertbranche? Der Löwer-Kommentar

Stefan-Loewer-cash-format in Jetzt also Jamaika – nun gut, wir werden sehen

“Wir werden wohl frühestens Weihnachten wissen, was die Branche im Detail zu erwarten hat.”

Die Bundestagswahl hat die Parteienlandschaft ordentlich durchgerüttelt. Die generelle politische Bewertung soll anderen überlassen bleiben (obwohl mir dazu einiges einfiele). Doch auch die Sachwertbranche wird von dem Wahlergebnis nicht unberührt bleiben.

Wenigstens ist jetzt der hysterische Wahlkampf vorbei und nach den Äußerungen von gestern Abend läuft es voraussichtlich auf eine Schwarz-Gelb-Grüne Koalition hinaus, Jamaika also. Nun gut, wir werden sehen, was daraus wird.

Noch ist alles offen, zwei Punkte jedoch erscheinen sicher: Es wird lange dauern, bis die neue Regierung steht und die Finanzmarktregulierung – jedenfalls in Hinblick auf Privatanleger – wird bei den Koalitionsverhandlungen nicht im Vordergrund stehen.

Gefahr für den freien Vertrieb

Gerade letzteres stellt durchaus eine Gefahr für die Branche dar, vor allem für den freien Vertrieb. Insbesondere in dem zentralen Feld der Zuwanderung, aber auch etwa bei der Zukunft der Mobilität oder der Förderung Erneuerbarer Energien, liegen die Vorstellungen von FDP und CSU auf der einen und den Grünen auf der anderen Seite meilenweit auseinander.

Besonders in Punkto Zuwanderung ist angesichts des guten Abschneidens der AfD nicht zu erwarten, dass vor allem die CSU, die im nächsten Jahr zudem Landtagswahlen in Bayern zu bestehen hat, zu vielen Zugeständnissen bereit ist.

Das birgt das Risiko, dass sie den Grünen auf anderen Gebieten weit entgegenkommt, etwa bei Finanzmarktregulierung und -vertrieb eben. Dort schließen sich die Grünen schon seit Langem zum großen Teil den vorurteils-beladenen Forderungen der Verbraucherzentralen an, auch den freien Vertrieb nach dem (bisherigen) Paragraf 34f Gewerbeordnung unter die Aufsicht der BaFin zu stellen und zudem Provisionen generell zu verbieten.

Seite 2: Dramatische Folgen

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

E-Scooter: Viele Kopfverletzungen nach Unfällen

E-Tretroller gelten als Sinnbild für neue urbane Mobilität. Doch aktuelle Daten aus den USA zeigen: Wer mit einem E-Scooter unterwegs ist, riskiert ernsthafte Verletzungen, vor allem am Kopf.

mehr ...

Immobilien

Wie sich klimafreundlich Sanieren und Bauen lässt

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Deutsche Mieterbund (DMB) stellen gemeinsame Forderungen für zukunftsfähiges Sanieren und Bauen vor.

mehr ...

Investmentfonds

Winzerverband schlägt Schadenersatz statt Strafzölle auf Wein vor

Statt der Strafzölle auf Wein sollte die Bundesregierung den USA nach einem Vorschlag des Weinbauverbands Rheinhessen eine Schadenersatzzahlung anbieten. “Die deutsche Politik sollte jetzt unkonventionelle Lösungen anstreben”, erklärte Verbandspräsident Ingo Steitz.

mehr ...

Berater

Datenkrake Schufa: Was weiß die Schufa?

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa, hat 360 Millionen Daten von 60 Millionen Deutschen erfasst. Wer einen Handyvertrag abschließt, Miet-, Kauf- oder Leasingverträge unterzeichnet oder einen Kredit aufnimmt, kann von der Schufa erfasst werden. Verbraucher haben nach Artikel 15 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) einen Anspruch darauf, zu erfahren, welche personenbezogenen Daten gespeichert werden. Was die Schufa weiß und darf.

mehr ...

Sachwertanlagen

Habona erreicht Vollinvestition des Einzelhandelsfonds 06

Der Frankfurter Fondsinitiator und Asset Manager Habona Invest hat für seinen Einzelhandelsfonds 06 zum Jahresende 2019 sechs weitere Nahversorgungsimmobilien mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 44 Millionen Euro und einer Gesamtmietfläche von circa 19.500 Quadratmetern erworben.

 

mehr ...

Recht

Keine Strafsteuer für die Altersvorsorge

Wenn die Bundesregierung Ende Januar über den Gesetzentwurf für die Grundrente berät, muss parallel auch die geplante EU-Finanztransaktionssteuer mit auf den Tisch. Diese Forderung erhebt das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA).

mehr ...