27. Dezember 2017, 12:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Wir müssen wieder näher an unsere Kunden kommen”

Peter Przybilla, Geschäftsführer des Münchener Maklerbüros Hengstenberg & Partner, hat mit Cash.Online über die anstehenden Regulierungsschritte, die größten Herausforderungen im kommenden Geschäftsjahr sowie seine Wünsche an Produktgeber und Politik gesprochen.

Wir müssen wieder näher an unsere Kunden kommen

“Die Versicherer versuchen, immer mehr Arbeiten auf die Vermittler umzulegen.”

Cash.Online: Was kommt im Jahr 2018 durch die fortschreitende Regulierung auf nationaler und europäischer Ebene auf Berater im Jahr 2018 zu?

Przybilla: Ohne auf den Wortlaut der Richtlinien einzugehen, werden die Dokumentations- und Datenschutzpflichten stark ansteigen. Ob diese dann in der Praxis so einzuhalten sind, wage ich zu bezweifeln.

Wir sind zum Beispiel noch nicht gewillt, alle Telefonate aufzuzeichnen. Auch für die Kunden wird das eventuell schwierig. Man muss aber noch die tatsächliche Umsetzung abwarten.

Inwieweit sind die Versicherungs- und Finanzmakler ihrer Ansicht nach auf die neuen Regularien vorbereitet?

Ohne uns selbst und unsere Kollegen zu verunglimpfen, glaube ich nicht, dass schon eine besonders große Anzahl von Vermittlern für die tägliche Umsetzung vorbereitet ist. Hier hoffen wir auch auf Unterstützung der Maklerdienstleister.

Wo sehen Sie 2018 die größten Chancen beziehungsweise Herausforderungen?

Chancen kann ich derzeit wenig erkennen. Es gilt zunächst einmal die neuen Herausforderungen zu meistern, ohne Umsatz zu verlieren.

Die derzeitige Kundenverunsicherung, ausgelöst durch die Presse und das Verhalten einzelner Versicherungen, ist wenig umsatzfördernd.

 

Seite zwei: “Kunden von der Wichtigkeit von Biometrie und Altersvorsorge überzeugen”

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

“Es gibt einen großen Bedarf nach persönlicher Beratung”

Die Ergo gehört zu den größten Versicherern in Deutschland. Und musste sich im Zuge der digitalen Transformation neu erfinden. Cash. sprach mit Vertriebsvorstand Olaf Bläser über die vertrieblichen Herausforderungen des digitalen Umbaus und die Auswirkungen auf das Geschäftsmodell. Teil 2 des großen Interviews.

mehr ...

Immobilien

Megatrend Smart Cities: Wie Anleger davon profitieren können

Unsere Städte befinden sich im Wandel. Der Megatrend der Zukunft, die Urbanisierung, hat schon längst eingesetzt. Das stellt uns vor immer mehr neue Herausforderungen, die einen Wandlungsprozess in Richtung intelligenter Städte (Smart Cities) anstoßen. Für Anleger bieten Smart Cities aber auch interessante Chancen – wenn sie auf Unternehmen setzen, die ihre Aktivitäten auf diese Wandlungsprozesse ausgerichtet haben. Die Fürpaß-Peter-Kolumne

mehr ...

Investmentfonds

Amundi bringt drei neue Klima-ETFs

Der Vermögensverwalter Amundi hat sein Angebot nachhaltiger Investments mit der Lancierung drei neuer ETFs weiter ausgebaut, die die Paris-abgestimmten EU-Benchmarks (EU Paris-Aligned Benchmarks – PAB) abbilden. Die Benchmarks sollen helfen, das Ziel des Pariser Klimaabkommens – die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 2°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau – zu erreichen. Die ETFs werden zu sehr wettbewerbsfähigen laufenden Kosten ab 0,18 Prozent p.a. angeboten.

mehr ...

Berater

Hypoport legt im ersten Halbjahr kräftig zu

Der Finanzdienstleister Hypoport hat im ersten Halbjahr von einer hohen Nachfrage nach Krediten profitiert. So zog das Transaktionsvolumen auf der Plattform Europace, einem Kreditmarktplatz für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite, um 31 Prozent auf fast 42 Milliarden Euro an.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance konzentriert institutionellen Vertrieb in der Schweiz

Die DF Deutsche Finance Capital Markets GmbH mit Sitz in Zürich verantwortet zukünftig das Capital Raising bei institutionellen Investoren. Kernaufgabe ist die Koordination und Durchführung der internationalen Distribution aller institutionellen Investitionsstrategien der Deutsche Finance Group.

mehr ...

Recht

Insolvenzen: Die Oktober-Welle abschwächen

Die Insolvenz-Zahlen für den April 2020 sagen nichts aus über die tatsächliche Zahlungsfähigkeit der Unternehmen in der Corona-Krise. Im Herbst steigt die Zahl der Insolvenzen voraussichtlich sprunghaft. Sicher kann der Staat nicht alle Firmen retten – und künstlich am Leben gehaltene Zombie-Firmen will niemand. Eine Insolvenzwelle würde aber auch den Bankensektor bedrohen. Anstelle von noch größeren Not-Krediten sollten die rückzahlbaren Liquiditätshilfen unter bestimmten Bedingungen in Zuschüsse umgewandelt werden.

mehr ...