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24. Juli 2018, 14:42
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P&R: Insolvenzverfahren offiziell eröffnet

Das Amtsgericht München hat mit Beschluss vom 24. Juli 2018 die Insolvenzverfahren für die deutschen P&R Container-Verwaltungsgesellschaften eröffnet. Anleger müssen ihre Forderungen bis 14. September anmelden. Zudem gibt es einige brisante Neuigkeiten.

Shutterstock 214476049 in P&R: Insolvenzverfahren offiziell eröffnet

Die Insolvenzverwalter bestätigen auch, dass es manche Container “de facto nie gegeben hat”.

Zu Insolvenzverwaltern wurden die Rechtsanwälte Dr. Michael Jaffé und Dr. Philip Heinke (beide Kanzlei Jaffé), die bislang schon vorläufig in dieser Funktion tätig waren, bestellt. Damit können die rund 54.000 Anleger nun ihre Forderungen gegenüber den insolventen Gesellschaften anmelden.

Das Gericht hat dafür eine Frist bis zum 14. September 2018 gesetzt, teilen die Insolvenzverwalter mit. Sie werden die Anleger demnach anschreiben und ihnen – vorausgefüllte – Formulare für die Anmeldung ihrer Forderungen in den verschiedenen Insolvenzverfahren übermitteln. Diese werden voraussichtlich Anfang August versandt werden. Eine Forderungsanmeldung per E-Mail sei nicht möglich.

Münchener Olympiahalle reserviert

Die ersten gerichtlichen Gläubigerversammlungen (sogenannte Berichtstermine) finden am 17. und 18. Oktober 2018 statt. Hierfür wurde die Münchener Olympiahalle reserviert. Das Gericht bestätigte zudem die bestehenden Gläubigerausschüsse und erweiterte diese angesichts der Größe und Komplexität der Insolvenzverfahren um jeweils zwei auf sieben beziehungsweise fünf Mitglieder.

In den Ausschüssen seien Anlegeranwälte ebenso vertreten wie Großgläubiger und Vertreter der Kleingläubiger- und Arbeitnehmerinteressen. Zudem wurde nunmehr auch ein unabhängiges Mitglied bestellt, das über eine langjährige Erfahrung in Insolvenzsachen verfügt.

Bisherige Erkenntnisse bestätigt

In ihrem nun bei Gericht zur Insolvenzeröffnung eingereichten Gutachten bestätigten die Insolvenzverwalter der Mitteilung zufolge die bislang veröffentlichten Erkenntnisse. Demnach liegt die Zahl der von den vier deutschen Gesellschaften an die Anleger verkauften Container deutlich über der Zahl der vorhandenen und verwalteten Container.

Während rund 1,6 Millionen Container vorhanden sein müssten, da diese an die Anleger verkauft wurden, belaufe sich die tatsächlich verwaltete Containerflotte auf rund 618.000 Stück. Die Fehlmenge besteht demnach bereits seit Jahren und hat sich – so die heutigen Erkenntnisse – seit dem Jahr 2007 immer weiter vergrößert.

Seite 2: “Zahlungen für Container, die es gar nicht gab”

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1 Kommentar

  1. Ich bitte um weitere Informationen

    Kommentar von Pecher — 25. Juli 2018 @ 21:52

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