26. November 2019, 10:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bayern kritisiert stockende Umsetzung der Flexi-Rente

Wegen der bislang stockenden Umsetzung der sogenannten Flexi-Rente will Bayern bei der Konferenz der Sozialminister in Rostock Druck auf die Bundesregierung machen. “Wenn es in dieser Legislaturperiode noch zu nachhaltigen Verbesserungen bei der Flexi-Rente kommen soll – wie im Koalitionsvertrag auf Bundesebene vereinbart – dann muss der Bund dazu auch endlich konkrete Vorschläge machen”, sagte Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU).

125518316 in Bayern kritisiert stockende Umsetzung der Flexi-Rente

Kerstin Schreyer (CSU), bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales

Im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist vereinbart, das freiwillige länger Arbeiten und damit auch die 2017 eingeführte Flexi-Rente nachhaltig zu gestalten. Das SPD-geführte Arbeitsministerium hat hierzu aber noch keine konkreten Vorschläge vorgelegt. “Wir wollen wissen, mit welchen Möglichkeiten und Anreizen das freiwillige längere Arbeiten gestaltet werden soll”, sagte Schreyer. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sei es wichtig, mehr Flexibilität beim Übergang vom Erwerbsleben in die Rente zu schaffen.

Darüber hinaus will sich Schreyer bei der zweitägigen Konferenz für eine Erhöhung des Freibetrags für die Witwenrente bei der Einkommensanrechnung einsetzen. “Mir ist wichtig, dass sich Frauen durch den Aufbau einer eigenen Alterssicherung vor Altersarmut schützen. Es bringt aber nichts, wenn dieses eigene Einkommen bei fast einem Drittel der Bezieherinnen und Bezieher von Hinterbliebenenrenten zu einer erheblichen Kürzung dieser Rente führt”, betonte Schreyer.

Auch für Witwen und Witwer solle sich eine stärkere Erwerbsbeteiligung lohnen. Eine eigene Rente oder anderes Einkommen wird derzeit oberhalb eines Freibetrags zu 40 Prozent auf die Witwenrente angerechnet. (dpa-AFX)

Foto: Picture Alliance 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Oliver Bäte, Allianz: “Wollen die Führungsstrukturen immer effizienter machen”

Bei Europas größtem Versicherer Allianz muss sich das Management größere Sorgen um Arbeitsplätze machen als das Fußvolk. Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte will eher beim Management als bei den einfachen Mitarbeitern einsparen.

mehr ...

Immobilien

Inflationsschub dank selbstgenutztem Wohneigentum?

Steigende Löhne im Dienstleistungssektor dürften die Inflation der Eurozone etwas beflügeln. Könnten die Kosten für selbstgenutztes Wohneigentum diesen Trend verstärken?

mehr ...

Investmentfonds

Gold als Safe Haven gegen den drohenden Wirtschafts-Kollaps?

Einige glauben, dass das weltweite Finanzsystem in absehbarer Zeit zusammenbrechen könnte. Auch ohne dieses Horrorszenario macht Gold Sinn, meint Jörg Schulte von der Swiss Ressource Capital AG.

mehr ...

Berater

Händler-Plattform Shopify macht bei Facebook-Währung Libra mit

Die bei Facebook entwickelte Digitalwährung Libra kann nach einer Serie prominenter Abgänge einen Neuzugang vermelden. Die kanadische Firma Shopify, die eine E-Commerce-Software entwickelt, trat am Freitag der Libra Association bei, von der das Projekt verwaltet wird.

mehr ...

Sachwertanlagen

INP bestückt ihre offenen Spezialfonds mit weiteren Pflegeheimen

Die INP-Gruppe hat durch den Erwerb von vier Pflegeeinrichtungen und Pflegewohnanlagen an verschiedenen deutschen Standorten das Immobilienportfolio ihrer offenen Spezial-AIF für institutionelle Investoren in den vergangenen sechs Monaten weiter ausgebaut.

mehr ...

Recht

Wie Sie Haftungsrisiken mit einer Betriebsaufspaltung verringern

Wer sein Vermögen in den eigenen Betrieb steckt, möchte es vor Haftungsrisiken schützen. Mit einer Betriebsaufspaltung ist das möglich. Doch es lauern auch Fallstricke.

mehr ...