Cash.-Branchengipfel: „BaFin-Aufsicht positiv“

Der 9. Cash.-Branchengipfel Sachwertanlagen brachte einige durchaus überraschende Ergebnisse, unter anderem zur geplanten BaFin-Aufsicht über den freien Vertrieb sowie zu den voraussichtlichen Kosten dafür. Der Löwer-Kommentar

Teilnehmer des 9. Cash. Branchengipfels Sachwertanlagen (von links): André Wreth (Solvium Capital), Malte Thies (One Group), Helmut Schulz-Jodexnis (Jung, DMS & Cie.), Andreas Schütz (Dr. Peters Group), Martina Hertwig (Baker Tilly) Jens Freudenberg (BVT), Nico Auel (RWB), Benjamin Graf von Hochberg (Exporo), Matthias Weber (KGAL).

Neun Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen der Sachwertanlagen waren auf dem Cash.-Branchengipfel am vergangenen Donnerstag vertreten: Drei Anbieter von alternativen Investmentfonds (AIFs), zwei Initiatoren von Vermögensanlagen-Emissionen, ein Offener-Immobilienfonds-Anbieter, eine Crowdinvesting-Plattform, eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und ein Vertrieb.

Insgesamt rund vier Stunden lang diskutierten die acht Teilnehmer und eine Teilnehmerin über die Gegenwart und Zukunft der Branche. Eines der Ergebnisse: Der Großteil von ihnen sieht die geplante Verlagerung der Aufsicht über die heutigen Finanzanlagenvermittler mit Erlaubnis nach Paragraf 34f Gewerbeordnung auf die Finanzaufsicht BaFin grundsätzlich positiv.

Nur ein Teilnehmer sprach sich gegen das Vorhaben aus, ein weiterer steht ihm unentschieden gegenüber. Die anderen finden es gut. Das darf mit Blick auf den ablehnenden Reflex, mit dem die Branche sonst auf Regulierungsvorhaben meistens reagiert, durchaus als Überraschung gewertet werden, zumal der freie Vertrieb bei Sachwertanlagen weiterhin eine große Bedeutung hat, die nach dem weitgehenden Ausstieg der Banken noch zugenommen hat.

Video ab sofort verfügbar

Welcher der Teilnehmer was zu diesem und den anderen Themen des Branchengipfels gesagt hat, wird in einem Cash.-Extra ausführlich dokumentiert, das dem nächsten Cash.-Heft (Ausgabe 11/2019) beigelegt wird.

Die Abschlussdiskussion wurde zudem gefilmt und ist ab sofort als Video HIER kostenlos verfügbar. Dort wurden Leserfragen beantwortet bzw. diskutiert und auch Themen aus den beiden vorherigen Runden, die ohne Publikum durchgeführt worden waren, aufgegriffen.

Dazu zählte eine Schätzung zur Höhe der Kosten der BaFin-Aufsicht für die heutigen 34f-Vermittler, also die jährliche „BaFin-Umlage“. Sie stammt von keiner Geringeren als Martina Hertwig, Wirtschaftsprüferin, Steuerberaterin und Partnerin bei der WP-Gesellschaft Baker Tilly sowie Vorstandsmitglied des Immobilienverbands ZIA, und basiert nach ihren Worten auf den Informationen zu den Planungen der BaFin, die im Vorfeld des Branchengipfels eigens eingeholt wurden.

Seite 2: 75 neue BaFin-Prüfer

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