6. März 2019, 12:01
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Crowdinvesting-Plattform sammelt Geld für sich selbst

Die Companisto Holding GmbH hat eine Emission gestartet, mit der sie für bis zu fünf Millionen Euro eigene GmbH-Anteile zur Wachstumsfinanzierung verkauft. Die Anleger zahlen fast das 1.000-fache des Nennwertes. Der Umfang des Verkaufsprospekts ist beachtlich.

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David Rhotert (links) und Tamo Zwinge, die Gründer und Geschäftsführer von Companisto, planen ein steiles Wachstum der Crowdinvesting-Plattform.

Die Emission erfolgt nicht als klassisches Crowdinvestment durch eine prospektfreie “Schwarmfinanzierung” mit kleinen Beträgen bis zu einem Emissionsvolumen von maximal 2,5 Millionen Euro, sondern mit einem Prospekt nach dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG), der nicht weniger als 240 Seiten umfasst.

Angeboten werden bis zu 5.035 GmbH-Geschäftsanteile mit einem Nennwert von einem Euro pro Stück. Bei Vollplatzierung steigt das Stammkapital der Companisto Holding GmbH damit auf 35.243 Euro. Den neuen Anlegern gehören dann für insgesamt fünf Millionen Euro gut 14 Prozent des Unternehmens.

Mindest-Investition 10.924,21 Euro

Die Anleger zahlen pro Geschäftsanteil 993,11 Euro. Davon entfällt ein Euro auf das Stammkapital, der Rest fließt in die Kapitalrücklage. Mindest-Investition pro Anleger sind elf Anteile, also genau 10.924,21 Euro. Nach Abzug der Emissionskosten wie Provisionen und Marketingkosten fließen dem Unternehmen bei Vollplatzierung Nettoeinnahmen von gut vier Millionen Euro zu.

Companisto ist eine der bekanntesten Crowdinvesting-Plattformen und konzentriert sich nach eigener Darstellung auf Start-Ups und Wachstumsunternehmen. Für Frühphasenfinanzierungen mit maximal 2,5 Millionen Euro Emissionsvolumen (also “Schwarmfinanzierungen” ohne formellen Prospekt) wurde die Mindestinvestition zum Jahreswechsel von 100 auf 250 Euro pro Anleger erhöht. Für Wachstumsfinanzierungen erfolgen auch prospektpflichtige Emissionen mit höheren Mindestsummen und größeren Volumina.

Seite 2: Beteiligung an der Holding

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1 Kommentar

  1. Es empfiehlt sich IMMER die Lektüre des Prospekts – wenn nicht alles, dann doch wenigstens die Risikohinweise. Im vorliegenden Fall lohnt ein Blick auf S. 37 und S. 75.

    Kommentar von I. Vestor- — 12. März 2019 @ 23:08

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