9. Juli 2019, 09:20
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Das Jahreshoch von 12.656 Punkten bleibt vorerst das Maß der Dinge

Krise im Bandensektor – Schwache Industrieaufträge lassen den DAX fallen. Dadurch geraten die Papiere der Industriegüterhersteller unter Druck. Ein Kommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel.

Carsten-Mumm in Das Jahreshoch von 12.656 Punkten bleibt vorerst das Maß der Dinge

Schwache Industrieaufträge haben Ende letzter Woche Gewinnmitnahmen an den deutschen Aktienmärkten ausgelöst. So fiel der DAX deutlich um 0,5 Prozent auf 12.569 Punkte und vor allem die Papiere der Industriegüterhersteller gerieten unter Druck.

Positiver Aufwind durch US-Arbeitsmarktbericht

Demgegenüber hat der überraschend positive US-Arbeitsmarktbericht dem europäischen Bankensektor kräftig Auftrieb gegeben und die Anteilsscheine der Deutschen Bank zogen deutlich an. Umstrukturierungsmaßnahmen und Stellenabbau sollen nun nachhaltig den Weg aus der Krise ebnen.

Die Renditen der langfristigen Anleihen konnten zwischenzeitlich wieder etwas zulegen. Die deutschen Konjunkturindikatoren waren zuletzt gekennzeichnet durch sinkende Auftragseingänge sowie rückläufige Industrieumsätze. Der DAX 30 wird die neue Woche wohl bestenfalls seitwärts beginnen und das bisherige Jahreshoch von 12.656 Punkten bleibt vorerst das Maß der Dinge.

Hoffnung und Dynamik zugleich

Seitens der Fundamentaldaten werden heute zwei wichtige Daten veröffentlicht. Zum einen der sentix Konjunkturindex, dem eine insgesamt stabile Entwicklung vorhergesagt wird. Zum anderen der OECD Leading Indicator, bei dem noch keine Konsensschätzungen vorliegen. Die gefühlte Dynamik und Hoffnung der letzten Tage kühlt ungeachtet dessen aber wieder ab.

 

Foto: Donner & Reuschel

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Vielen geht die Wende hin zur Elektromobilität aus Klima-Gründen längst nicht schnell genug. Der Grünen-Politiker Kretschmann hat dagegen keine Eile. Ganz im Gegenteil

mehr ...

Berater

Adcada GmbH stellt Insolvenzantrag

Die Adcada GmbH aus Bentwisch (bei Rostock) hat Insolvenz angemeldet. Vorausgegangen waren unter anderem Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht BaFin, die nun von Adcada für die Insolvenz mitverantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen war auch in die Schlagzeilen geraten, weil es Anlegergeld zur Produktion von Corona-Schutzmasken einsammeln wollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...