Das Jahreshoch von 12.656 Punkten bleibt vorerst das Maß der Dinge

Krise im Bandensektor – Schwache Industrieaufträge lassen den DAX fallen. Dadurch geraten die Papiere der Industriegüterhersteller unter Druck. Ein Kommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel.

Schwache Industrieaufträge haben Ende letzter Woche Gewinnmitnahmen an den deutschen Aktienmärkten ausgelöst. So fiel der DAX deutlich um 0,5 Prozent auf 12.569 Punkte und vor allem die Papiere der Industriegüterhersteller gerieten unter Druck.

Positiver Aufwind durch US-Arbeitsmarktbericht

Demgegenüber hat der überraschend positive US-Arbeitsmarktbericht dem europäischen Bankensektor kräftig Auftrieb gegeben und die Anteilsscheine der Deutschen Bank zogen deutlich an. Umstrukturierungsmaßnahmen und Stellenabbau sollen nun nachhaltig den Weg aus der Krise ebnen.

Die Renditen der langfristigen Anleihen konnten zwischenzeitlich wieder etwas zulegen. Die deutschen Konjunkturindikatoren waren zuletzt gekennzeichnet durch sinkende Auftragseingänge sowie rückläufige Industrieumsätze. Der DAX 30 wird die neue Woche wohl bestenfalls seitwärts beginnen und das bisherige Jahreshoch von 12.656 Punkten bleibt vorerst das Maß der Dinge.

Hoffnung und Dynamik zugleich

Seitens der Fundamentaldaten werden heute zwei wichtige Daten veröffentlicht. Zum einen der sentix Konjunkturindex, dem eine insgesamt stabile Entwicklung vorhergesagt wird. Zum anderen der OECD Leading Indicator, bei dem noch keine Konsensschätzungen vorliegen. Die gefühlte Dynamik und Hoffnung der letzten Tage kühlt ungeachtet dessen aber wieder ab.

 

Foto: Donner & Reuschel

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