3. September 2019, 09:00
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Deutsche Unternehmen vor gravierendem Umbruch

Die neue Deloitte-Studie “Global Cost Management Survey 2019” zeigt die aktuellen Trends im Kostenmanagement und kommt für Deutschland zu recht ernüchternden Ergebnissen: Wie Unternehmen sich derzeit aufstellen.

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Während die weltweit durchgeführte Umfrage international trotz Handelskriegen, politischen Spannungen und drohendem harten Brexit eine leicht positive Erwartung bei der Umsatzentwicklung sieht, schauen die rund 70 befragten deutschen Unternehmen angesichts flauer Konjunkturwartung und hohem Investitionsdruck vergleichsweise pessimistisch in die Zukunft.

“Sehen vor allem starke Defizite bei der Umsetzung der Kostenmaßnahmen”

Die geplante oder aktuelle Neuauflage von herkömmlichen Kostensenkungsprogrammen in mehr als der Hälfte der befragten deutschen Firmen reichen hier oft nicht aus, sind überambitioniert oder unterentwickelt.

“Wir sehen vor allem starke Defizite bei der Umsetzung der Kostenmaßnahmen in deutschen Unternehmen”, sagt Dr. Hendrik Engelhardt, Director Deloitte.

“Nur eines von zehn Unternehmen erreicht die angepeilten Kosteneinsparungen – die große Mehrheit der Firmen hingegen setzt lediglich auf inkrementelle Sparmaßnahmen, die nur begrenzte und kurzfristige Sparpotenziale bieten. Zudem besteht in deutschen Firmen oft ein Kompetenzproblem in Hinsicht auf die Implementierung innovativer digitaler Lösungen für eine wirksame Kostenreduktion. Neun von zehn Unternehmen verfehlen daher ihre selbst gesteckten Kosteneinsparungsziele.”

Einbruch statt Umbruch befürchtet

Kein Geschäftseinbruch, aber ein massiver Umbruch steht bevor Bezeichnend für die aktuelle Wirtschaftsperspektive ist der ifo-Geschäftsklimaindex, der aktuell auf dem tiefsten Stand seit fünf Jahren steht.

Zwar ist das verlangsamte globale Wirtschaftswachstum auch in den USA, Japan, China und dem restlichen Europa zu spüren, doch vor allem die exportorientierte deutsche Wirtschaft tut sich mit Abflauen der deutschen Konjunktur hart.

Zwar befürchten die Firmenvorstände weniger einen geschäftlichen Einbruch als vielmehr einen Umbruch, und sie blicken nicht krisenpanisch, aber deutlich pessimistischer in die Zukunft als ihre Kollegen in anderen Teilen der Welt.

Die Folge der aktuellen Geschäftsentwicklung sind rückläufige Produktionszahlen, Auftragsrückgänge und beunruhigende Stellenstreichungen sowie Gewinnwarnungen namhafter Industrieunternehmen aus Deutschland.

Mehr als jedes zweite Unternehmen plant Kostensenkungsprogramme

Konservative Kosteneinsparungsmethoden reichen nicht aus Mit dem Kostendruck sind die Deutschen jedoch nicht allein: Während in Deutschland rund 60 Prozent in den kommenden zwei Jahren umfassende Kostensenkungsprogramme planen, sind es international sogar 71 Prozent. Der bevorstehende Umbruch auch beim Kostensparen ist also ein Thema, das Unternehmen weltweit vor die Kostensparfrage stellt.

 

Seite 2: Welche Probleme sich derzeit zeigen

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