9. September 2019, 10:00
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Digitale Gesundheitsreform: Deutsche sind Fans von Medizin-Apps

Die Deutschen sind begeistert von Gesundheits-Apps. 81 Prozent der Bürgerinnen und Bürger glauben, dass vor allem Langzeiterkrankungen wie Diabetes mithilfe vernetzter digitaler Lösungen besser behandelt werden können. Beispielsweise ließen sich Medikamente exakter dosieren und Fehler durch ein automatisiertes Monitoring von Vital- und anderen Daten vermeiden, so die Auffassung in der Bevölkerung.

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Rund jeder zweite Patient ist allerdings mit dem aktuellen Angebot von Apps in der Praxis nicht zufrieden. Das sind Ergebnisse der Studie “European Study on the Digitalisation of the Healthcare Pathways” von Sopra Steria Consulting, für die 1.200 Bürgerinnen und Bürger sowie 35 Gesundheitsexperten aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen und Spanien befragt wurden.

Mehr als jeder Zweite würde Smartwatchdaten zur Behandlung nutzen

Patienten in Deutschland sind offen für die Unterstützung des Behandlungsverlaufs und Pflege durch digitale Lösungen, so die Studie. Das gilt auch für aus der Fitness- und Lifestylebranche bekannte Apps zur Optimierung von Bewegung und Ernährung.

59 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass sich durch den Einsatz vernetzter Geräte wie Smartwatches und die Auswertung von Bewegungs-, Ernährungs- und Schlafdaten durch Apps die Prävention und Behandlung von Krankheiten deutlich verbessern ließe.

53 Prozent sehen zudem Potenzial für mehr Patientenorientierung und Services, beispielsweise wenn Ärzte Sprechstunden per Smartphone oder Tablet anbieten. Praktische Hilfen auf und mit dem Smartphone und der stärkere Einsatz von Wearables in der Behandlung sollten somit aus Sicht der Bevölkerung bei Digitalreformen im Gesundheitswesen eine Schlüsselrolle einnehmen.

90 Prozent nutzen Erinnerungen auf dem Smartphone für Gesundheitsthemen

“Dafür müssen sich jedoch die Rahmenbedingungen für die Zulassung, Finanzierung, Implementierung sowie die Nutzerfreundlichkeit weiter verbessern. Ziel sollte es sein, einen nachhaltigen Mehrwert für Patienten und das gesamte Gesundheitssystem zu schaffen”, sagt Dr. Tina Wulff, Senior Consultant Digital Healthcare bei Sopra Steria Consulting.

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90 Prozent der Deutschen würden laut Studie Smartphone-Erinnerungen an Arzttermine und Hinweise zu möglichen Wechselwirkungen zwischen Medikamenten nutzen. 70 Prozent würden Lifestyle-Funktionen wie Diät-Tipps oder eine Sportberatung in Anspruch nehmen. Das jedoch nur, wenn innovative nutzerfreundliche Lösungen zur Verfügung stünden.

 

Seite 2: Warum Ärzte Daten von Smartwatches schätzen

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