11. Juli 2019, 10:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Drängeln nicht erwünscht

Wer als Autofahrer gefährliche Fahrmanöver an Kreuzungen und roten Ampeln riskiert, kommt damit nicht mehr ungeschoren davon. Das Oberlandesgericht Bamberg hat entschieden: Bußgelder und Fahrverbote sind die Konsequenz. 

WW RST in Drängeln nicht erwünscht

Immer wieder drängeln sich Autofahrer an Kreuzungen vor, indem sie eine vor einer roten Ampel wartende Autoschlange auf der freien Nachbarspur überholen, dann die Spur wechseln und vor den wartenden Fahrzeugen in die Kreuzung hineinfahren.

Der Fall

Die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W), teilt mit, dass ein solches Fahrmanöver nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg (3 Ss OWi 1698/18) dem Überfahren einer roten Ampel gleichkommt. Es ist deshalb mit einem empfindlichen Bußgeld und einem Fahrverbot von einem Monat zu ahnden.

Ein Autofahrer fuhr auf einer geradeaus führenden Spur auf eine Kreuzung zu und wechselte in der Kreuzung auf die links abbiegende Nachbarspur. Dabei überholte er eine Autoschlange, die auf der linken Abbiegespur vor einer roten Ampel wartete.

“Gefährliches Überholmanöver”

In der Kreuzung ließ der Autofahrer den Gegenverkehr passieren und fuhr dann nach links weiter. Dafür erhielt er eine Geldbuße von 305 Euro und ein Fahrverbot von einem Monat, da er verbotenerweise eine rote Ampel überfahren habe. Der Autofahrer erhob Einspruch, kam damit aber vor Gericht nicht durch.

Laut der Entscheidung des zuständigen Oberlandesgerichts Bamberg war das Überholmanöver genauso gefährlich, wie wenn der Autofahrer auf der linken Spur über die rote Ampel in die Kreuzung hinein gefahren wäre.

Der Autofahrer musste dabei erkennen, dass es nicht den Verkehrsregeln entsprechen konnte, wenn er eine an einer roten Ampel wartende Autoschlange überholte, um sich vor ihr einzureihen.

Strafe hängt von der Beeinträchtigung Dritter ab

Laut dem Bußgeldkatalog hängen Fahrverbot und die Höhe des Bußgeldes davon ab, ob andere Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden und ob die Ampel vor mehr oder weniger als einer Sekunde auf Rot umgeschaltet hatte.

Da im entschiedenen Fall die Ampel schon länger als eine Sekunde Rot anzeigte, musste ein Fahrverbot von einem Monat ausgesprochen werden, auch wenn niemand zu Schaden kam.

 

Foto: Katja Bäcker-Wittke, Wüstenrot & Württembergische AG

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Heß, WWK: „Verzahnung von Vertrieb und Marketing ist essentiell“

Die WWK hat Thomas Heß zum Bereichsleiter des Marketings der WWK und zum Organisationsdirektor für die neu geschaffene Sonderdirektion des WWK Partnervertriebs ernannt. Cash. sprach mit dem ausgewiesenen Marketing- und Vertriebsexperten über das enorme Aufgabenspektrum, den Erfolg bei Riester und die Herausforderungen im Markt.

mehr ...

Immobilien

Squeeze-out bei der Isaria Wohnbau AG

Die Hauptaktionärin der Isaria Wohnbau AG, ein mit dem US-amerikanischen Lone Star Funds verbundenes Unternehmen, will die Isaria komplett übernehmen und initiiert ein “Squeeze-out”, also das Herausdrängen der Minderheitsaktionäre.

mehr ...

Investmentfonds

Die größten Unternehmen zahlen am wenigsten Steuern

Das globale Steuersystem belohnt die Unternehmen beim Erreichen einer Größe, was sich eigentlich negativ auf die Gesellschaft selbst auswirkt, weil dadurch die Ungleichheit gefördert wird, ein wichtiger Vektor für die Verbreitung des Coronavirus. Ein Beitrag von Dr. Sandy Brian Hager und Joseph Baines.

mehr ...

Berater

Versicherung gegen Betriebsschließung: “Keine unbedachten Entscheidungen treffen”

Im Rahmen des jüngsten Streits um das Thema Betriebsschließungsversicherungen zwischen Versicherern und Versicherten, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, nehmen Stephan Michaelis und Boris-Jonas Glameyer von der Kanzlei Michaelis aus Hamburg Stellung.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsches Solar-Unternehmen Hep kauft US-Projektentwickler

Der Entwickler von Solarparks und Fondsanbieter Hep aus Güglingen kauft den US-amerikanischen Projektentwickler Peak Clean Ernergie mit einer Projektpipeline von mehr als 4.000 Megawatt – inklusive 400 Megawatt Projekte nahe Baureife. Zugriff darauf hat zunächst ein aktueller Hep-Spezialfonds.

mehr ...

Recht

Zahlungsnot durch Corona: So sparen Versicherte jetzt Kosten

Die Corona-Krise versetzt viele Menschen in Zahlungsprobleme. Einige Versicherer reagieren mit Kulanzregeln und Sonderlösungen. Die besten Tipps: So sparen Versicherte jetzt Kosten.

mehr ...