30. Dezember 2019, 19:54
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Gesetzentwurf zur BaFin-Aufsicht über unabhängige Finanzanlagenvermittler ist da

Am 23.12.2019 wurde durch das zuständige Finanzministerium der Referentenentwurf zu einem Finanzanlagenvermittler-Aufsichtsübertragungsgesetz (FinAnlVÜG-E) veröffentlicht. Für den Bundesverband Finanzdienstleistung AfW Grund genug, seine Position noch einmal stärker zu betonen.

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Es gibt nun eine Frist zur Stellungnahme bis zum 15.1.2020. Der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW wird fristgemäß die Positionen der unabhängigen Finanzdienstleister mit Zulassung nach § 34 f Gewerbeordnung darstellen. Diese werden sich an dem bereits veröffentlichtem Positionspapier orientieren, aber auch noch intensiver kritisch mit Fragen zu

  • Erlaubniserteilung
  • Erlaubnisentzug
  • laufender Aufsicht
  • Vertriebsgesellschaften
  • Kosten

und angrenzenden Themenfeldern befassen.

Der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW wird sich vehement dem geplanten Vorhaben entgegenstellen. „Es würde mit diesem Gesetz eine zusätzliche Kostenbelastung aber insbesondere eine extreme bürokratische Belastung für den Mittelstand ohne adäquaten Nutzen geben.“ so Rechtsanwalt Norman Wirth, Geschäftsführender Vorstand des Verbandes.  

Wie schon am 15.12.2019 in Auswertung des AfW-Vermittlerbarometers vermeldet, besteht die Gefahr, dass ca. die Hälfte der unabhängigen Finanzanlagenvermittler ihre gewerberechtliche Zulassung zurückgeben würden und damit die produkt- und institutsunabhängige Beratung dramatisch reduziert werden würde.

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Man sollte die Produkte besser überprüfen und den Vermittler nicht im Regen stehen lassen. Wenn etwas schief gelaufen ist:
    10 Jahre Haftung. Auch wenn das Produkt nicht läuft: Den Vermittler auch mitverklagen! Immer weniger Produkte = immer weniger Fachanwälte, die sich auskennen. Bei kleinen Summen lohnt sich ein “Einlesen und Fachkundigmachen” für den RA wirtschaftlich nicht!! Da steht man dann in X-Jahren alleine da. Ein Bürokratie, die nichts bringt. Wer kurz vor dem Berufsende steht, läuft dann Gefahr, dass er mit 75 Jahren sich selbst auch nicht mehr helfen kann. Herzlichen Glückwunsch. So macht man diesen Anlagebereich und die Vermittler kaputt. VERSICHERUNGSUNTERNEHMEN haben über Jahre einen besonderen Schutz erhalten und Vermögen in unglaublicher Höhe vernichtet! Hier wäre der rigorose Einsatz von Kontrollen mit Bestrafungen sinnvoller. Die Lobbyarbeit ist hier “Top”. Bausparen?! Ebenso. Gott sei Dank muss ich solche Produkte nicht anbieten! Hier hat keiner ein schlechtes Gewissen.

    Kommentar von Wolfgang Rudolphy — 2. Januar 2020 @ 19:47

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