5. Juli 2019, 08:00
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mitgeFAANGen – mitgehangen?

Die Aktien von Facebook, Apple, Amazon und Co. (FAANG) steigen und bringen den Investoren außerordentliche Gewinne. Was aber, wenn sie fallen? Eine Kolumne von Tim Bröning, Mitglied der Geschäftsleitung der Fonds Finanz Maklerservice GmbH.

Facebook-Fans-Versicherungen in mitgeFAANGen - mitgehangen?
FAANG: Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google

Die Abkürzung FAANG steht wie kaum eine andere Investmentstory der letzten Jahrzehnte für außerordentliche Gewinne. Nicht nur professionelle Investoren investierten häufig in die Aktien von Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google (Alphabet). Auch bei Privatanlegern sind die Anteilsscheine der Tech-Giganten aus dem Silicon Valley häufig in den Portfolios zu finden.

Die bisherigen Ergebnisse geben ihnen Recht: Während der letzten zehn Jahre legten die Aktien von Amazon und Apple beispielsweise um jährlich 36,7 % bzw. 26,3 % zu (Daten per Ende Mai 2019 in US-Dollar). Investmentfonds, die einen hohen Anteil dieser Unternehmen im Bestand haben, führten in den letzten Jahren nahezu ausnahmslos die Ranglisten an.

Die massive Wertsteigerung der FAANG-Aktien sorgte dafür, dass in unserer rückwärtsgewandten und von der Höhe der Marktkapitalisierung geprägten Finanzwelt das Gewicht der Technologieriesen in gängigen Aktienindizes, wie dem MSCI Welt oder dem Nasdaq-100, beachtlich anstieg.

Die Indizes im Detail

In der Praxis hieß das: Je stärker die Kurse von Facebook, Apple & Co. anstiegen, desto höher waren deren Aktien in den Indizes gewichtet. Per Ende Mai 2019 belief sich das Gewicht der fünf Unternehmen im knapp 1700 Titel (!) umfassenden MSCI Welt Index auf 7,2 %. Der Technologie-Index Nasdaq-100, der die 100 größten US-Tech-Aktien abbildet, bestand zu 35,3 % aus den FAANG-Werten.

Aber nicht nur am Kapitalmarkt nehmen die FAANG-Werte eine Vormachtstellung ein. Die Unternehmen vereinen eine noch nie dagewesene Marktdominanz auf sich und bestimmen maßgeblich die Entwicklung einzelner Branchen. Alleine Facebook hatte im ersten Quartal 2019 insgesamt 2,38 Milliarden Nutzer, wovon gut 1,5 Milliarden die Dienste der Plattform täglich nutzen. In Deutschland besitzt Alphabet mit seiner Suchmaschine Google einen Marktanteil von 95 % und mehr als 50 % des Online-Handels laufen bei uns und in den USA über Amazon.

 

Seite 2: Wie Anleger handeln sollten

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1 Kommentar

  1. Man kann das ganze auch anders herum betrachten. Wenn z.B. Facebook wie Sie schreiben täglich von 1.5 MILLIARDEN Menschen genutzt wird, Google 95 % Marktanteil bei Suchanfragen hat: Wie dämlich ist es eigentlich, da nicht investiert zu sein? Warum sollen nicht mehr Menschen davon profitieren, daß der Konzern super erfolgreich ist? Als Journalist muß man halt immer negativ schreiben!

    Kommentar von Martin Koch — 11. Juli 2019 @ 10:53

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