22. November 2019, 12:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Nicht nur mit Niedrigzinsen beschäftigen”

Die Chefs von Deutscher und Commerzbank, Christian Sewing und Martin Zielke, hoffen nach der geplatzten Fusion ihrer Geldhäuser auf Rückenwind aus Europa. “Ich denke nicht, dass die Dreiteilung des deutschen Bankensektors sich verändern wird”, sagte Sewing mit Blick auf den harten Wettbewerb zwischen Privatbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Daher könne sein Geldhaus “nicht allein auf Deutschland bauen”.

122111813 in Nicht nur mit Niedrigzinsen beschäftigen

Christian Sewing, Chef der Deutschen Bank

Vielmehr brauche die Bank “ein europäisches Netzwerk”, um in der schwierigen Lage für die Branche zu bestehen, sagte der Manager bei einer Veranstaltung in Frankfurt. Schließlich gebe es schon viele Zusammenschlüsse zwischen Geldhäusern innerhalb anderer Staaten. “Dadurch wird die Konkurrenz für uns stärker.” Commerzbank-Chef Zielke hatte sich bereits zuvor für die Schaffung einer europäischen Bankenunion ausgesprochen. Diese könnte auch grenzüberschreitende Zusammenschlüsse zwischen Banken leichter und rentabler machen.

Zielke zeigte sich überzeugt, dass sich der Markt für Banken und Sparkassen auch in Deutschland verändern wird. Dabei solle man aber nicht nur über mögliche Fusionen und Übernahmen sprechen, sondern über die Veränderungen des Marktes an sich. “Europa sollte der Heimatmarkt sein”, sagte der Manager.

Wettbewerbsfähig bleiben

Die Bankenbranche steht angesichts der anhaltenden Niedrigzinsen und einer verschärften Regulierung mit höheren Kapitalanforderungen unter Druck. Zielke will aber lieber auf die Möglichkeiten schauen, die sich durch die Veränderungen ergeben. Sewing verwies auf notwendige Investitionen in neue Technologien. “Die Hauptfrage ist, wie wir in drei, fünf oder sieben Jahren wettbewerbsfähig bleiben können.” Daher solle man sich nicht nur mit kurzfristigen Problemen wie den Niedrigzinsen beschäftigen. (dpa-AFX)

Foto: Picture Alliance 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

MLP: Gesamterlöse steigen deutlich

Trotz der erwarteten negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf einzelne Geschäftsfelder konnte die MLP Gruppe ihren Wachstumstrend der vergangenen Quartale fortsetzen und hat die Gesamterlöse im ersten Halbjahr 2020 um 9 Prozent auf den Höchstwert von 359,0 Mio. Euro gesteigert.

mehr ...

Immobilien

ZIA begrüßt e-Wertpapiere, will aber mehr

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, bewertet den kürzlich vorgelegten Gesetzentwurf zur Ein­füh­rung von elek­tro­ni­schen Wert­pa­pie­ren als einen “Meilenstein auf dem Weg hin zum digitalen Kapitalmarkt”. Doch der Verband hofft auf einen weiteren Schritt.

mehr ...

Investmentfonds

ifo Institut: Firmen erwarten normale Geschäftslage erst in 11 Monaten

Die deutschen Unternehmen erwarten erst in durchschnittlich 11,0 Monaten eine Normalisierung ihrer eigenen Geschäftslage. Das ist das Ergebnis der aktuellen ifo Konjunkturumfrage vom Juli.

mehr ...

Berater

Insolvenzen: Das dicke Ende kommt mit Sicherheit

Die durch die Corona-Pandemie verursachten Wachstumseinbrüche im 2.Quartal waren ohne Zweifel dramatisch. Allerdings zeigt sich in den Konjunkturdaten sowie in den nunmehr akribisch verfolgten täglichen und wöchentlichen Echtzeitindikatoren, dass die meisten Länder den Weg aus der Talsohle bereits im Mai wieder eingeschlagen haben. Also alles wieder gut? Ein Kommentar von Stefan Schneider vom Deutsche Bank Research Management.

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbörse sieht Zweitmarkt “zwischen Corona-Sorgen und Optimismus”

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnete im Juli-Handel im Vergleich zu den Vorjahren eine leicht unterdurchschnittliche Handelstätigkeit bei etwas ermäßigten Kursen. Jedoch zeichne sich im Vergleich zu den Corona-geprägten Vormonaten eine leichte Erholung ab.

mehr ...

Recht

Banken profitieren von steigender Zinsmarge bei Wohnimmobilienkrediten

Wo sich noch ein freies Grundstück (in Ballungszentren) findet, wird gebaut und die eigenen vier Wände gelten als sicherer Rückzugsort – insbesondere für das eigene Geld. Von dieser Entwicklung profitieren insbesondere Banken bzw. Baufinanzierer.

mehr ...