6. April 2019, 13:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

P&R: Kommt jetzt auch noch das Finanzamt?

Den Anlegern von Containern der insolventen P&R-Gruppe steht womöglich weiterer Ärger ins Haus: Sie verlieren wahrscheinlich nicht nur den Großteil Ihrer Investition, sondern sollen unter Umständen auch noch Steuern nachzahlen. Erste Finanzämter wurden wohl schon aktiv.

Shutterstock 240365191 in P&R: Kommt jetzt auch noch das Finanzamt?

Das Finanzamt könnte die Abschreibungen auf die Container rückwirkend aberkennen.

“Fordert das Finanzamt AfA-Beträge von P&R-Anlegern zurück?”, fragt das Branchenblatt “Kapital-markt intern” in seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf Informationen der Kanzlei Schirp & Partner aus Berlin. AfA steht für “Absetzung für Abnutzung”, umgangssprachlich die Abschreibung also.

Diese rechnerische Wertminderung kann grundsätzlich auch auf Direkinvestments in Container jährlich geltend gemacht und den erhaltenen Mietzahlungen gegengerechnet werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Container dem Anleger tatsächlich gehören – und das ist bei den meisten P&R-Anlegern höchst fraglich.

Nachweise über die Existenz der Container gefordert

Laut einem Bericht auf der Website der Kanzlei Schirp erhielten im Januar 2019 erste Anleger Schreiben mit dem Text: „Bitte reichen Sie mit der Erklärung 2018 folgende Unterlagen bezüglich der P&R-Container ein: Nachweise über das Fortbestehen der Leasingverträge; Nachweise über die Existenz der Container“.

“Eine sehr gefährliche Falle!”, heißt es in dem Bericht. Denn nach den Erkenntnissen der Insolvenzverwalter fehlen fast eine Million der etwa 1,6 Millionen Container, die es nach der Buchhaltung eigentlich geben müsste. Auch die Zuordnung der vorhandenen gut 600.000 Boxen an einzelne Anleger ist wohl überwiegend nicht eindeutig. Zudem ist generell fraglich, ob überhaupt ein Eigentumsübergang stattgefunden hat.

Seite 2: Hohe steuerliche Rückforderungen

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Riester-Rentenversicherungen: Doppelte Kosten wegen Kinderzulage

Verbraucher mit Riester-Rentenversicherungen, die zulagenbedingt ihre Beiträge senken oder wieder erhöhen, zahlen doppelt: Laut einer Umfrage des Marktwächter-Teams der Verbraucherzentrale Hamburg geben 15 von 34 Versicherern an, bei zulagenbedingten Beitragsänderungen erneut Abschluss- und Vertriebskosten zu erheben – entweder auf Zulagen und/oder auf Beitragswiedererhöhungen.

mehr ...

Immobilien

Strenge Regulierung des Mietmarkts kann zulasten der MieterInnen gehen

Dank eines neuen, historischen Datensatzes analysiert eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) den Zusammenhang zwischen der Regulierung des Mietmarkts und der Eigenheimquote in 27 Ländern der OECD über einen Zeitraum von 100 Jahren.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

Allianz Global Wealth Report: Es gibt keine Gewinner

Der zehnte „Global Wealth Reports“ der Allianz zeigt, dass 2018 erstmals die Geldvermögen in Industrie- und Schwellenländern gleichzeitig zurückgegangen sind. Selbst 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, war dies nicht der Fall. Ein Kommentar von Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...