1. Oktober 2019, 13:27
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SPD: Deckel soll “schwarzen Schafen das Handwerk legen”

“Nicht nur über Politik, sondern mit der Politik reden!” Unter diesem Motto fand in der vergangenen Woche die Mitgliederversammlung des Votum-Verbandes in Berlin statt. Dort diskutierten Fachpolitiker der Regierungsparteien CDU und SPD sowie der Oppositionsparteien FDP und Bündnis 90/Die Grünen mit den Vertretern der Mitgliedunternehmen über aktuelle finanz- und rentenpolitische Themen.

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In Berlin wird weiter über den Provisionsdeckel gestritten.

Lothar Binding, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, vertrat die Position, dass ein Provisionsdeckel notwendig sei, um den “schwarzen Schafen in der Branche das Handwerk zu legen”. Die Vertreter von FDP und CDU zeigten sich dagegen klar ablehnend und wiesen darauf hin, dass eine verfehlte Eingriffspolitik des Staates in die marktwirtschaftliche Preisbildung auch für den Verbraucher eine qualitative Abwertungsspirale des Beratungsangebots auslösen könne. Lisa Paus, finanzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen, setzte sich erneut für die Forderung der Grünen ein, Provisionen grundsätzlich abzuschaffen.

Blick nach Schweden

Dr. Florian Toncar, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion und finanzpolitischer Sprecher, zeigte sich überzeugt davon, dass die private kapitalgedeckte Altersvorsorge zu stärken ist und es hierfür ein Marktumfeld bedarf, das es den beratenden Unternehmen ermöglicht, ihre volkswirtschaftlich wichtige Aufgabe zu erfüllen. Einem Staatsfonds-Model nach schwedischem Vorbild erklärte er als Einziger in der Runde eine klare Absage.

Dr. Carsten Brodesser, Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für betriebliche und private Altersvorsorge, bestätigte, dass auch in seiner Fraktion “nach Schweden geschaut werde”. Lisa Paus überraschte mit dem Gedanken, dass ein solcher Staatsfonds ja auch in Start-Ups und Innovationsförderung investieren könne. (kb)

Foto: Shutterstock

3 Kommentare

  1. Wie immer Forderungen die einen selbst nicht betreffen – die Poltiker der Grüninnen haben ja meist noch nie wirklich gearbeitet. Kennen das Wort Wirtschaft nur als Synonym für die Kneipe von neben an. Erbärmlich aber leider wedren solche Leute gewählt.

    Kommentar von Patrik Welt — 2. Oktober 2019 @ 08:39

  2. Ich fordere einen Diätendeckel für SPD-Politiker, um schwarzen, äh roten Schafen das Handwerk zu legen……

    Kommentar von steven bartsch — 1. Oktober 2019 @ 18:01

  3. Nachdem die “finanzpolitischen” Sprecher (was soll das eigentlich sein…?) der Parteien scheinbar absolut keine Ahnung haben, wird mit dem Provisionsdeckel nicht den “schwarzen Schafen das Handwerk gelegt”, sondern eine weitere Beratung für die breite Masse verhindert!
    Die meisten sehen keinen Vorteil in der Honorarberatung, selbst wenn die Kosten hierfür deutlich günstiger wären. Gefühlt müssen sie das Honorar aus der eigenen Tasche bezahlen – im Vertrag verrechnet fühlt es sich scheinbar beser an!
    Die meisten Produkte sind von den Gesamtkosten her viel zu hoch (also auch ohne Vermittler-Provisionen!), außerdem nicht steuerfrei und somit unrentabel
    Interessant wird es, wie nach einem eventuellen Provisionsdeckel der Kunde ohne Beratung durch freie Berater, von den wirklichen schwarzen Schafen, um sein Geld gebracht wird. Der Marktführer geht hier bereits mit seinem neuen Online-Produkt voran: obwohl der Kunde den Vertrag ausschließlich direkt online – ohne Beratung – abschließen kann, sind 4% Vermittlungsprovision eingerechnet (kassiert also “das schwarze Schaf)…!
    Unseren “Volksvertretern” traue ich jedenfalls nicht zu, das Problem Altersvorsorge lösen zu können!

    Kommentar von Henning Jordan — 1. Oktober 2019 @ 18:00

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