23. Januar 2020, 14:51
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Welche Tätigkeiten Büroangestellte am meisten hassen

Büroangestellte wenden im Durchschnitt mehr als drei Stunden am Tag für manuelle, repetitive Aufgaben auf, die nicht Teil ihrer eigentlichen Tätigkeitsbeschreibung und fehleranfällig sind. Dies zeigt eine weltweite Studie von Automation Anywhere, Software-Anbieter für Robotic Process Automation. Insgesamt wurden mehr als 10.000 Mitarbeiter in elf Ländern befragt.

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Die Rangliste der am meisten gehassten Tätigkeiten im Büro führt die manuelle Dateneingabe an.

Die Studie zeigt, dass 47 Prozent der Befragten digitale Verwaltungstätigkeiten langweilig finden und 48 Prozent ihre Fähigkeiten in Verwaltungsaufgaben schlecht eingesetzt sehen. Für 51 Prozent der Teilnehmer lenken diese administrativen Aufgaben von ihrer eigentlichen Arbeit ab und bei 64 Prozent wird dadurch die Produktivität verringert. 

Die Rangliste der am meisten gehassten Tätigkeiten im Büro führt die manuelle Dateneingabe an. Mitarbeiter beschäftigen sich nach eigenen Angaben täglich vor allem mit der Eingabe von Daten in den Computer oder andere Geräte, dicht gefolgt von der Verwaltung des E-Mail-Verkehrs und der Ablage digitaler Dokumente wie Tabellenkalkulationen, Bilder oder PDFs in Ordnern. Die Erstellung von Berichten aus IT- und Software-Systemen sowie das Rechnungsmanagement haben es ebenfalls in die Top 5 der meistgehassten Aufgaben geschafft.

Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass einfache Verwaltungsaufgaben sie oft davon abhalten, das Büro pünktlich zu verlassen. Das wiederum hat Auswirkungen auf ihr Privatleben bzw. ihre Work-Life-Balance. Besonders männliche Angestellte leiden darunter: 54 Prozent gaben an, dass es ihnen schwerfällt, das Büro pünktlich zu verlassen. Im Vergleich dazu ringen nur 43 Prozent der weiblichen Befragten damit. Jedoch beschäftigen sich überproportional mehr Frauen mit der digitalen Verwaltung. 3,4 Stunden pro Tag verbringen Frauen mit diesen Tätigkeiten, bei den männlichen Kollegen sind es nur 2,8 Stunden. 

Mehr Automatisierung gewünscht

85 Prozent der Befragten sind zuversichtlich, dass die Automatisierung problemlos manuelle, repetitive Tätigkeiten im Büro übernehmen kann. 88 Prozent sind der Meinung, dass sie mit einer solchen Veränderung zufriedener wären. Die Studienteilnehmer sehen darin außerdem eine große Chance: So könnten sie sich durch den Zeitgewinn besser auf Aufgaben konzentrieren, die Produktivität in ihrer Abteilung steigern und Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen.

Eine deutliche Mehrheit (87 Prozent) der Teilnehmer wünschen sich, dass ihre Arbeitgeber eine höhere Anzahl manueller und repetitiver Arbeitsabläufe automatisieren. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) würden ihren Job kündigen, wenn der manuelle Berg an Verwaltungstätigkeiten zu hoch wird. Für 85 Prozent der Befragten sind Unternehmen, die in die Automatisierung investieren, attraktive Arbeitgeber. (kb)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Diese Erkenntnis deckt sich auch mit den Erfahrungen aus unserem direkten Kundenumfeld. Automatisierung repetitiver Tätigkeiten wird zunehmend als Chance und weniger Bedrohung für den Arbeitsplatz erkannt.

    Kommentar von Meryem Bechchach — 7. April 2020 @ 21:35

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