Honorarberatung: Zu wenig geeignete Produkte am Markt

Foto: Liechtenstein Life
Gordon Diehr, COO von Liechtenstein Life

Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler erfahren teils eine steigende Nachfrage nach Honorarberatung, nehmen aber noch zu wenig entsprechende Angebote wahr. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter über 150 Versicherungsmaklern, die die Lebensversicherung Liechtenstein Life im Juni durchgeführt hat.

Weniger als die Hälfte (42 Prozent) der Befragten bieten eine Honorarberatung an. Auch unter den Beratern, die entsprechende Produkte bereits anbieten, macht das Honorargeschäft bei drei von vier Vermittlern weniger als die Hälfte des Geschäfts aus. Bei knapp jedem Fünften (19 Prozent) von ihnen sind es über 80 Prozent Anteil am Gesamtgeschäft. Der Großteil der Makler definiere sich derzeit noch als hybride Vermittler, die ihren Fokus sowohl auf die klassische als auch auf die Honorarberatung legen, heißt es dazu bei Liechtenstein Life.

Knapp ein Viertel (23 Prozent) aller Makler stellt fest, dass die Nachfrage nach Honorarberatung kontinuierlich steigt. Die Makler, die bereits Honorarberatung anbieten, sehen gar zu 43 Prozent eine steigende Nachfrage nach derartigen Produkten. Dabei tut sich jedoch ein für sie entscheidendes Problem auf, das die Befragten in ihren Ansichten eint: Knapp zwei Drittel (63 Prozent) finden, dass es zu wenige Versicherungsprodukte gibt, die für die Honorarberatung geeignet sind.

Die Mehrheit der klassischen Makler (60 Prozent) könnte sich grundsätzlich vorstellen, zukünftig auch Honorarberatung anzubieten. Dem gegenüber stehen 40 Prozent, die auch in Zukunft nicht auf Honorarbasis beraten möchten. Konkrete Pläne, in den kommenden zwölf Monaten Honorarberatung anzubieten, haben dabei 17 Prozent, während 83 Prozent kurzfristig keine derartigen Pläne haben.

“Wir als Versicherer beobachten ein deutlich gestiegenes Interesse von Kundenseite an Nettoprodukten, die komplette Transparenz hinsichtlich der Vergütung schaffen. Gleichzeitig sehen wir, dass die Angebote bei Weitem noch nicht ausreichen, damit Kundinnen und Kunden aus einem vielfältigen Produktportfolio wählen können”, so Gordon Diehr, COO von Liechtenstein Life.

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