Nachhaltige Geldanlagen: Wo bleibt die qualifizierte Beratung?

Die Nachfrage seitens der großen Vertriebe ist jedoch bisher ausgeblieben. „Wir führen Gespräche, und glauben, dass es manchmal mehrere Jahre dauern kann, bis ein großer Kunde für seine Berater komplette Kurse bucht, die wir dann teilweise auch inhaltlich anpassen“, berichtet Weber von seinen Erfahrungen. Häufig sei es der Fall, dass einzelne Berater größerer Unternehmen vorweg gehen und den Kurs belegen. Früher oder später kämen dann immer weitere Teilnehmer aus diesen Unternehmen oder Organisationen nach.

Es ist ein Markt mit Potenzial, da immer mehr Menschen auch mit ihrer Kapitalanlage einen Beitrag dazu leisten wollen, den nachfolgenden Generationen nicht die Lebensgrundlage zu entziehen. Sie fragen gezielt nach, wohin ihr Geld fließt. Anleger, die nur wenige oder keine Kenntnisse zu nachhaltigen Investments haben, sich dafür aber interessieren, benötigen eine fundierte Beratung.

Dass Vermittler einen Kunden zu grünen Anlagen qualifiziert beraten, nur weil der danach fragt, wird nach Meinung von Umweltfinanz-Vorstand Frank nicht funktionieren. „Man kann nicht einfach zwischen konventioneller Beratung und Beratung zu nachhaltigen Anlagen wechseln. In diesem Metier ist Glaubwürdigkeit sehr wichtig“, sagt er. Diese werde schon dadurch zerstört, dass der Vermittler nicht aus Überzeugung zu einem grünen Produkt berät. Das sei jedoch Voraussetzung.

Foto: Shutterstock

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