Etablierter Branchentreff: Der „Fondsrating-Tag“

Rund 140 Teilnehmer des Marktes der geschlossenen Fonds fanden am 21. März 2012 den Weg ins Hamburger Empire Riverside Hotel, um den neunten „Fondsrating-Tag“ der Agentur Ratingwissen zu besuchen.

Der Initiator der Veranstaltungsreihe "Fondsrating-Tag" Jürgen Braatz.
Der Initiator der Veranstaltungsreihe Fondsrating-Tag Jürgen Braatz.
Wie in den neun Jahren zuvor führte der Initiator des etablierten Branchenevents und Geschäftsführer der Hamburger Agentur Ratingwissen, Jürgen Braatz, kompetent und launig durch das Kongressprogramm. Schon in seiner Begrüßungsansprache gab er den Vertretern von Vertriebsgesellschaften und Emissionshäusern im Auditorium eine klare Botschaft für das laufende Jahr auf den Weg: „Es reicht nicht mehr, Kompetenz zu haben, jetzt muss man sie auch beweisen“, betonte Gastgeber Braatz.

Über die Chancen für Berater und Vermittler im Jahr 2012 referierte Helmut Schulz-Jodexnis. Der Vorstand des Maklerpools Jung, DMS & Cie. zeigte sich davon überzeugt, dass diejenigen Berater und Vermittler belohnt werden, die ihre Kunden durch die anhaltende Krise führen. Er appellierte an die freien Vertriebe, sich das Potenzial der Assetklasse „New Energy“ nicht von den institutionellen Wettbewerbern wegnehmen zu lassen. Ungenutzte Chancen über die Grenzen der Marktsegmente hinweg belegte er durch eine simple Rechnung: „In den vergangenen zehn Jahren haben 1,5 Millionen Anleger geschlossene Fonds gezeichnet, darunter sind viele Wiederholungstäter. Allerdings hat Deutschland 82 Millionen Einwohner“ so Schulz-Jodexnis, von denen folglich die Wenigsten schlechte Erfahrungen mit der Assetklasse gemacht haben.

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Rechtsanwalt Martin Klein, der die Geschäfte des Vermittler-Verbands Votum führt, erinnerte in seinem Referat mit Nachdruck daran, dass der geschlossene Fonds bereits zum 1. Juni 2012 als Finanzinstrument eingestuft wird – mit weitreichenden Konsequenzen für die Initiatorenschaft und den Vertrieb, der sich zudem auf die regulierungsbedingten Änderungen in der „anlegergerechten Beratung“ einstellen müsse. Rechtsanwalt Dr. Gunter Reiff von der Beratungsgesellschaft RP Asset Finance stellte die Konsequenzen in seinem Referat mit Blick auf das Produkt ausführlich dar.

Dass der Stichtag auch für die Vertriebsaktivitäten der Banken eine wichtige Rolle spielt, wurde in den Ausführungen von Karsten Mieth deutlich. Er ist Vorstand der Münchner Denmark Abakus Finanzhaus AG, die unter anderem Genossenschaftsbanken bei ihrer Produktauswahl berät. „Unabhängig von der Organisationsstruktur der Bank werden die Anforderungen der Kreditinstitute an Fondsprodukte, die in den Vertrieb aufgenommen werden sollen, spätestens ab Juni noch weiter steigen“, erklärte Mieth.

Seite 2: Kontroverse Diskussionsrunden

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