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18. September 2013, 08:30
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Warum die Sachwert-Investmentvermögen nicht in Gefahr sind

Wenn derzeit über das neue KAGB gesprochen und geschrieben wird, ist viel Kritik zu hören und zu lesen. Zu unklar seien die Vorgaben, zu unsicher der Ausgang offener Fragen. So kann man das sehen. Es geht aber auch anders.

Die Romba-Kolumne

Sachwerte

Denn in seinem Grundsatz ist das KAGB vor allem eines: Das klare Bekenntnis der Politik zu Sachwertinvestitionen. Und zwar – mit Ausnahme offener Immobilienfonds – ausschließlich in geschlossenen Strukturen.

Denn Sachwertinvestmentvermögen sind eben nicht nur das klassische Betongold, sie sind auch Windräder, Solarparks, Flugzeuge, Schiffe, Container, Lokomotiven, Autobahnen und vieles mehr. Dass dieses Bekenntnis etwas gilt, zeigen die intensiven Bemühungen von Politik und Aufsicht, die definitorische Unsicherheit von “offen” und “geschlossen” lösungsorientiert und zügig zu klären.

Fest- und Tagesgeldkonten reflektieren die “German angst”

Und dieses Bemühen ist ja auch sinnvoll. Mit der typisch deutschen Risikoaversion, die dazu führt, dass mehr in Fest- und Tagesgeldkonten angelegt wird als anderswo, ist auf absehbare Zeit kein Blumentopf – oder richtiger: kein Zinsplus – zu gewinnen.

Die brisante Konstellation aus Niedrigzins und steigender Inflation wird uns noch eine ganze Weile erhalten bleiben. Die Profi-Investoren wissen das. Deshalb fahren sie seit geraumer Zeit ihre Engagements in Sachwerten kontinuierlich hoch. Weil Werterhalt und Wertsteigerung in diesem Umfeld eben nur mit vernünftiger Diversifikation und den richtigen Assets machbar sind. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich diese Erkenntnis auch bei den Privatanlegern durchsetzt. “German angst” hin oder her.

Spezialisten statt Bauchläden

Die Vehikel, in denen die Sachwerte stecken, sind dabei zwar interessant, aber derzeit nicht entscheidend. Priorität haben Erträge. Sie sollten am besten stabil und langfristig sein. Dafür braucht es gute Manager – Assetmanager, wohlgemerkt.

Wer “seinen” Sachwert kennt und mit “seinem” Markt vertraut ist, hat hier ganz klar die Nase vorn. Deshalb werden wir auch immer weniger “Bauchläden” sehen und immer mehr “Spezialisten” für einzelne Sparten.

Hätte die Politik Investitionen in Sachwertanlagen ernsthaft gefährden wollen, wäre es schon längst passiert. Aber sowohl in Berlin als auch in Brüssel (Stichwort: ELTIF!) weiß man sehr wohl um die Bedeutung langfristiger Anlagen für den Vermögenserhalt und -aufbau und für den Erhalt öffentlicher Strukturen.

Sicher, man kann den Start des KAGB trefflich beklagen, die bestehenden Unsicherheiten öffentlich kritisieren und damit Unsicherheiten schüren. Oder wie das Pfeifen im Wald seiner eigenen Unsicherheit, der Furcht vor Veränderungen Luft machen. Man kann ihn aber auch als Aufbruch verstehen. Und zwar den Aufbruch ins Zeitalter der Sachwerte, das meiner Meinung nach nämlich eben erst begonnen hat. Deshalb ist es viel wichtiger, gemeinsam mit der Politik Lösungen zu finden und sie so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen.

Rechtsanwalt Eric Romba ist Hauptgeschäftsführer des BSI Bundesverbandes Sachwerte und Investmentvermögen e.V.

Foto: BSI

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1 Kommentar

  1. an Bedeutung wird der qualifizierte Vertrieb zunehmen. Sachwerte können nur von Spezialisten und nicht von Gelegenheitsvermittlern vermittelt werden.

    Kommentar von Wilfried Beneke — 20. September 2013 @ 10:27

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