Trends am Immobilienmarkt: Aus für Luxus- und Anlageobjekte

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Eine aktuelle Maklerumfrage des Onlineportals Hausgold zum Thema Immobilienmarktentwicklung brachte wenig Erfreuliches: Die meisten der befragten Makler blicken zunehmend pessimistisch in die Zukunft und erwarten eine Abkühlung des Immobilienmarkts. Insbesondere Luxus- und Anlageobjekte werden davon betroffen sein.

Das Hamburger Onlineportal Hausgold, das sich darauf spezialisiert hat, Immobilienverkäufern einen
passenden Makler zu vermitteln, führt regelmäßig Umfragen bei seinem Netzwerk mit über 4.000 Immobilienmaklern durch. Jetzt zeigt eine aktuell durchgeführte Umfrage, dass die Immobilienexperten
zunehmend eine Abkühlung des Immobilienmarktes in den kommenden 12-24 Monaten erwarten (1a).
Über die Hälfte (59 Prozent) hält sogar einen kurzfristigen Preisfall in deren lokalen Märkte für sehr wahrscheinlich (1b).

Dabei ist insbesondere interessant zu sehen, dass die befragten Makler glauben, dass Immobilien im
unteren Preissegment davon am wenigsten betroffen sind. Objekte im Luxusbereich oder Anlageobjekte
wiederum würden am härtesten getroffen werden (2). Als wichtigsten Grund nennen die Makler die steigenden Zinsen, aber auch andere Faktoren wie eine aufgrund fallende Kaufkraft aufgrund des inflationären Umfelds werden genannt. „Es verwundert nicht, dass insbesondere bei Anlageimmobilien eine unterproportionale Preisentwicklung erwartet wird. Warum? Aufgrund der steigenden Zinsen ist hier selten ein positiver „Spread“ zwischen (Netto-)Mietrendite und Finanzierungskosten zu erzielen. Viele Makler beklagen damit einhergehend schon häufiger vorkommende Preisabschläge im Listenpreis. Was wir bei unseren Kunden derzeit auch beobachten: Eine weiterhin stabile Nachfrage im unteren Preissegment.

Dies wird damit begründet, weil perspektivische Käufer aufgrund herausfordernder Finanzierungskonditionen preislich sich „nach unten“ bewegen. Das scheint sich – zumindest vorerst –
für den Verkäufer auch in einer stabilen Preisentwicklung im günstigeren Immobiliensegment zu zeigen”, so Sebastian Wagner, CEO und Gründer von Hausgold.

Gestützt wird dies durch eine Datenauswertung von Hausgold: Bundesweit betrachtet lässt sich feststellen, dass günstigere Immobilien aktuell verstärkt gefragt sind als teurere oder auch
durchschnittliche Immobilien (3) (günstige Immobilien definieren sich dabei als unteres 10. Perzentil
der Quadratmeter-Preise). Grundsätzlich erwarten Makler außerdem, dass künftig mehr Eigentümer verkaufen werden, um das Zeitfenster vor dem Wegfall günstiger Finanzierungskonditionen
zu nutzen (4).

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