Degi: Ende der Immo-Marktrezession

Der Abschwung an den deutschen Immobilienmärkten hat sich verlangsamt, das Gros der Bürostandorte erreicht in diesem Jahr den zyklischen Tiefststand. Zu diesem Schluss kommt der aktuelle Marktreport Deutschland der Degi Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds, Frankfurt. Die erstmals seit drei Jahren leicht steigenden Bruttoflächenumsätze wertet Degi-Researchleiter Dr. Thomas Beyerle als grundsätzlich positives Zeichen für den deutschen Immobilienmarkt.

Unter den großen Metropolen hat Hamburg mit einem Umsatzzuwachs von 50 Prozent auf insgesamt 450.000 Quadratmeter in 2004 den größten Anstieg verzeichnet und liegt an zweiter Position hinter München (505.000 Quadratmeter) und noch vor Berlin (395.000 Quadratmeter) und Frankfurt (345.000 Quadratmeter). Für das Gros der deutschen Investmentzentren sei in 2005 mit gleichbleibenden oder gar sinkenden Leerstandsquoten zu rechnen. Die Mieten werden angesichts hoher Leerstandsniveaus im laufenden Jahr erneut sinken, mit einer Erholung rechnen die Degi-Researcher frühestens in 2006.

?Der entscheidende Impuls zu einer nachhaltigen Entspannung kann nur von der Nachfrageseite, also durch mehr Büroarbeitsplätze kommen,? so Beyerle. Vor diesem Hintergrund betrachteten Immobilien-Investoren Deutschland vermehrt regional differenziert. ?Der Wettbewerb der Standorte um Unternehmen und damit Arbeitskräfte wird in Deutschland in absehbarer Zeit eine neue Dimension erreichen?, ist sich der Chefanalyst sicher.

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